Hener: „ Das Internet ist natürlich ein Segen, egal in welchem Bereich, aber es kommt auf die richtige Verwendung und Nutzung an“
„Am 29. Oktober 1969 war die Geburtsstunde des Internet. Das Internet ist aus dem heutigen Ge-schäfts- und Privatleben nicht mehr wegzudenken, wie auch die Zahlen zur Internetnutzung in Österreich zeigen. Dennoch wird vielfach in Betrieben, aber ganz besonders im privaten Bereich auf eine effektive Absicherung der eigenen Daten vergessen“, macht Christian Hener, Vertreter der oö. Computer- und Büromaschinenhändler in der WKO Oberösterreich, auf den noch immer sorglosen Umgang der User mit dem Internet aufmerksam.
„Das Internet ist natürlich ein Segen, egal in welchem Bereich, aber es kommt auf die richtige Verwendung und Nutzung an. Zu einer optimalen Absicherung der betrieblichen und privaten Zu-gänge gehören zumindest eine ständig aktualisierte Virensoftware und eine entsprechende Firewall. Zusätzlich sollte jeder User über eine gehörige Portion Skepsis verfügen, welche Mails man wirklich öffnet und welche Sites man besser nicht anklickt“, weist Hener darauf hin, dass noch immer die grundlegenden Sicherheitsaspekte im „www“ nicht beachtet werden.
Am 29. Oktober 1969 erfolgte die erste Informationsübertragung über eine „Leitung“; von der Universität in Los Angeles zum 520 km entfernten Standford Research Institute im kalifornischen Menlo Park. Inhalt der Datenübertragung war das Wort „log“. Die technische Abwicklung erfolgte über einen mehr als 500 kg schweren Computer in Los Angeles und eine 50-Kilo-Bit-Datenleitung nach Standford. Heute mag man diesen Start belächeln, aber ab diesem Zeitpunkt begann sich das Internet (damals als „Aparnet“ bezeichnet) zu entwickeln: 6 Wochen später waren zwei weitere Universitäten an dieses Netz angeschlossen. Ursprünglich also eine zivile Einrichtung, war schnell das Militär zur Stelle und nutzte das Aparnet für seine Zwecke.
Historische Daten zum Internet:
o 1972: der „Klammeraffe“ (@) wurde „geboren“ durch Ray Tomlinson, Ingenieur am Computer-Forschungslabor Bolt Beranek & Newman (BBN) - als Trennung zwischen dem Namen des Nutzers und dem der Maschine wählte er das Symbol für die weltweite Vernetzung schlechthin.
o 1973 nutzen rund 2000 Personen das Netz auf 35 Hosts.
o 1981 waren es schon rund 500.000 User auf 188 Hosts.
o 1982 wurde das in den Sechzigerjahren entwickelte Arpanet auf TCP/IP-Standard (Trans-mission Control Protocol/Internet Protocol) umgestellt.
o 1992 erfolgte die Freigabe des Internets in den USA für kommerzielle Zwecke.
o Heute sind mehr als 500 Millionen Computer miteinander verbunden.
Zahlen zur Internetnutzung in Österreich:
In Österreich haben, so aktuelle Zahlen vom GfK-Institut, 70 Prozent der über 14-jährigen Personen Zugang zum Internet, immerhin 61 Prozent nutzen dieses sogar regelmäßig. 1996 hatten erst 14 Prozent, 2000 schon 46 Prozent und 2005 66 Prozent diesen Zugang. „Bei uns dominieren bei der Nutzung des ,www' noch immer die Männer, nämlich mit 73 Prozent, gegenüber 59 Prozent weiblichen Nutzern, wobei die Frauen seit 2000 ihren Anteil nahezu verdoppelt haben“, berichtet Hener. Am Häufigsten wird das Internet von der Altersgruppe 14 bis 19 Jahre (95 Prozent) genutzt. Es folgen die Gruppen 20 bis 29 Jahre (84 Prozent). 30 bis 39 Jahre (81 Prozent), 40 bis 49 Jahre (80 Prozent), 50 bis 59 (62 Prozent), 60 bis 69 Jahre (36 Prozent) und selbst die über 70-jährigen greifen zu 12 Prozent auf das „Netz“ zu.
Rückfragen:
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