Klein- und Mittelbetriebe brauchen Unterstützung, um Motor für Wachstum und Jobs zu bleiben – rasche Umsetzung des Small Business Act gefordert
„Antonio Tajani liegt goldrichtig, wenn er die Entwicklung der Klein- und Mittelbetriebe als eine der Kernprioritäten der EU bezeichnet. Die Klein- und Mittelbetriebe sind die wichtigste Stütze der europäischen Wirtschaft, und sie brauchen in der Zeit nach der Krise besondere Unterstützung, um ihre Rolle als Motor von Wachstum und neuen Arbeitsplätzen weiter erfüllen zu können“, sagt WKÖ-Präsident Christoph Leitl vor der Anhörung des designierten EU-Kommissars für Unternehmen und Industrie heute Abend in Straßburg. „Tajani hat als EU-Abgeordneter und Verkehrskommissar langjährige Erfahrung auf dem europäischen Parkett gesammelt, die nun den KMU zugute kommen wird.“
Rasche Umsetzung des Small Business Act
Die WKÖ fordert für 2010 die rasche Umsetzung des Small Business Act: „Die Auswirkungen neuer Rechtsvorschriften auf KMU müssen vor deren Inkrafttreten genau geprüft werden. KMU leiden ohnehin unter zu vielen Regelungen, sie brauchen nicht noch zusätzliche Steine auf ihrem Weg“, betont Leitl. „Bis 2012 müssen die Verwaltungslasten für KMU um 25 Prozent sinken, um einen raschen Aufschwung nach der Krise zu erleichtern.“ Kleinere Unternehmen brauchen zudem einen verbesserten Zugang zu Forschung, Entwicklung und Innovation, um für die Herausforderungen der Zukunft besser gewappnet zu sein.
Bessere Finanzierungsbedingungen für kleine Unternehmen
Leitl fordert Tajani zudem auf, sich für bessere Finanzierungsbedingungen für Europas kleinere Unternehmen einzusetzen – etwa durch die Schaffung eines Garantiefonds, der nationalen Förderstellen, die Haftungen übernehmen, Rückgarantien gibt. Außerdem müsse der künftige Industrie- und Unternehmenskommissar besonders darauf achten, dass durch die Reformen der Finanzmarktregulierung wie die Überarbeitung der Eigenkapitalrichtlinien Basel II, an denen derzeit auf G-20- und europäischer Ebene gearbeitet wird, der Zugang der Unternehmen zu Finanzierungen nicht verschlechtert wird. (FA)
Rückfragen:
EU-Büro der Wirtschaftskammer Österreich
Mag. Franziska Annerl, Tel.: +32/474/472594
Mail: franziska.annerl@eu.austria.be
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