Berlakovich: Klimaschutz ist eine Chance, green Jobs sind die Zukunft - Obmann Klacska fordert bei Fachtagung der WKÖ-Verkehrssparte Bekenntnis zu Technologie-Mix
"Die Verkehrswirtschaft leistet einen erfolgreichen Beitrag zu Energieeffizienz und Klimaschutz“, stellte der Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Alexander Klacska, bei der Fachtagung „Verkehr & Umwelt - Energiestrategie: Fuhrpark der Zukunft“ in Wien fest, die von Umweltminister Niki Berlakovich eröffnet wurde. „Umweltfreundlich mobil zu sein, macht sich für jeden einzelnen Bürger bezahlt“, betonte Berlakovich.
Klacska: „Mehr als 8000 Pkw, Lkw und Busse sind in Österreich bereits mit alternativen Antrieben oder Biotreibstoffen unterwegs, davon fährt jedes vierte Fahrzeug im gewerblichen Sektor. Die heimischen Frächter stellten überdies bereits ihre Flotten um. Ihnen ist es in erster Linie zu verdanken, dass im Jahr 2009 in Österreich mehr Biokraftstoffe eingesetzt wurden als gesetzlich vorgesehen.“ Gemeinsam mit betrieblichen Mobilitätsmanagementmaßnahmen können so jährlich 2 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden.
Der Umweltminister strich hervor, dass sich „umweltfreundliche Mobilität durch niedrigere Kosten, höhere Lebensqualität und die Schaffung von noch mehr green jobs auswirkt. Wir haben allein in diesem Sektor durch die Fördermittel schon rund 2.300 green jobs gesichert bzw. geschaffen. Das ist eine win-win-Situation: Für unsere Umwelt und für die Wirtschaft.“
Umweltfreundliche Fuhrparks sind die Zukunft der Mobilität
Es sei „höchst an der Zeit, dass wir uns von fossilen Energieträgern verabschieden“, so Berlakovich. Der Verkehr in Österreich sei zu 95 Prozent von Erdölimporten abhängig. „Wir brauchen deshalb auch im Verkehr die Energieunabhängigkeit. Umweltfreundliche Fuhrparks mit Biokraftstoffen, Elektromobilität und Radverkehr sind die Zukunft der Mobilität. Und die Zukunft hat bereits begonnen“, so der Umweltminister.
Das Lebensministerium unterstützt mit klima:aktiv mobil Betriebe bei der Fuhrparkumstellung. „Wir haben bereits 4.400 alternative Fahrzeuge gefördert und einen regelrechten Elektrofahrradboom ausgelöst. Die insgesamt 33,7 Millionen Euro klima:aktiv mobil Fördermittel haben Investitionen in der Höhe von 207 Millionen Euro ausgelöst.“
Klacska wies darauf hin, dass die Fahrzeuglösungen den unterschiedlichen Transporterfordernissen angepasst werden müssen. „Die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen und der Wirtschaft sind derart komplex, dass es keinen alleinigen Königsweg bei der Wahl der Fahrzeugtechnologie gibt“, forderte der Verkehrsspartenobmann ein klares Bekenntnis zum Technologie-Mix bei Autos, Bussen und Lkw.
Investitionen in umweltfreundlichere Transportsysteme
Zudem betonte er, dass attraktive Fördersysteme die Modernisierung von Fahrzeugflotten beschleunigen und forderte die Unternehmen auf, sich über die bestehenden Fördermöglichkeiten zu informieren und diese für ihre Investitionen in umweltfreundlichere Transportsysteme und Fuhrparks zu nutzen. „Eine effiziente Verkehrsabwicklung durch betriebliches Mobilitätsmanagement verbessert die Umweltfreundlichkeit des Verkehrs und hilft den Betrieben, Kosten für Sprit zu sparen.“ Als Förderinstrumente stehen etwa klima:aktiv mobil, die Betriebliche Umweltförderung (UFI), das ERP-Kleinkreditprogramm oder Landesprogramme zur Verfügung.
An die Politik richtete Klacska den Appell, Förderschienen nachhaltig zu sichern und Anreize für Fuhrparkumstellungen weiter zu verbessern. „Die Einführung von Steuern für Biotreibstoffe oder treibstoffspezifische Abgaben sowie Steuererhöhungen, bei denen Umweltziele in den Hintergrund rücken und der Zweck der reinen Geldbeschaffung in den Vordergrund tritt, lehnen wir hingegen strikt ab“, schloss Klacska. (SR)
Rückfragen:
Bundessparte Transport und Verkehr
Dr. Stefan Ebner
Tel.: Tel. 0590900-4028
Mail: stefan.ebner@wko.at
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