Die Preisträger im Bereich Innovation
1. Bester Kleinstbetrieb
![]() |
|
|
Die Mobilizy GmbH ist das innovativste Unternehmen in der Kategorie der Kleinstunternehmen. Das Unternehmen entwickelte die neue Anwendung „Wikitude“. Darunter versteht man eine mobile Anwendung für das iPhone bzw. für Android-Smartphones, die die reale mit der digitalen Welt verbindet. Hält man die Handy-Kamera auf ein bestimmtes Objekt, beispielsweise die Festung Hohensalzburg, so werden auf dem Handy zusätzliche Informationen, etwa Wikipedia-Einträge, über die im Kamerabild befindlichen Objekte angezeigt. „Eine Innovation, bei der man auf den ersten Blick wohl eher vermuten würde, sie stammt aus den Vereinigten Staaten oder Japan. Umso erfreulicher ist es, dass die Entwicklung aus Salzburg kommt, das sich immer mehr auch zum Multimediastandort entwickelt. ,Wikitude‘ hat bereits weltweit für Furore gesorgt. Nicht nur in der internationalen Presse, auch große Konzerne wie Apple oder IBM sind bereits auf das Start-up Mobilizy aus Salzburg aufmerksam geworden und wollen das Know-how für eigene Projekte verwenden“, heißt es in der Jurybegründung. Seit dem Launch von „Wikitude“ verzeichnet die Anwendung bereits mehr als 170.000 Downloads. „Wikitude“ war die erste Anwendung dieser Art weltweit. Dass es sich dabei um eine Marktlücke handelt, zeigt der Umstand, dass bereits die ersten Mitbewerber auf dem Markt sind. Unternehmensgründer und Geschäftsführer Philipp Breuss-Schneeweis ist, wie der Großteil seines Teams, Absolvent des Instituts für Computerwissenschaften an der Universität Salzburg. Das Unternehmen setzt auf enge Zusammenarbeit mit Salzburg Research und der Fachhochschule Salzburg.
|
|
| Nominiert: | |
![]() |
![]() |
|
Das Gesundheitshaus GmbH & Co. KG mit dem „Liege-Simulator“, der es dem Kunden ermöglicht, sich auf Knopfdruck seine individuelle, den eigenen Körpereigenschaften und -bedürfnissen entsprechende Matratze zu kreieren und diese vor dem Kauf auch zu testen. Über einen computergeregelten Simulator werden während des Probeliegens Festigkeitswerte korrigiert.
|
Nominiert: Jacek Stalmach mit dem „Skibob Tandem Mad Max“, der Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit bietet, aktiv Wintersport zu betreiben. Aufgrund jahrelanger Zusammenarbeit mit Behindertenorganisationen konnten die speziellen Anforderungen beeinträchtigter Menschen berücksichtigt werden. Stalmach ist selbst vierfacher Skibob-Weltmeister.
|
2. Bestes kleines und mittleres Unternehmen
![]() |
|
|
In der Kategorie der mittleren Unternehmen setzte sich die Firma Haas + Sohn Ofentechnik GmbH mit Sitz in Puch-Urstein durch. Für die Kaminöfen der„i-Serie“ wurde eine Verbrennungstechnologie entwickelt, die den Schadstoffausstoß um mehr als 65 Prozent reduziert. Das System funktioniert ohne Staubfilter und Katalysator. Die Emissionen werden bereits bei der Verbrennung verringert. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern Technische Universität Graz und einem Grazer Ingenieurbüro wurden von mathematischen Simulationsmodellen, die in der Raumfahrt und im automotiven Bereich eingesetzt werden, Rechenmodelle für den Verbrennungsprozess von Biomasse abgeleitet. Erst durch diese komplexen Rechenmodelle wurde die Entwicklung einer neuen Brennkammer für die Holzfeuerung möglich. Die Forschung hat zwei Jahre in Anspruch genommen. „Ein gutes Beispiel für eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Forschung, die zu einer erfolgversprechenden Innovation in der Verbrennungstechnik geführt hat. Es ist nicht nur gelungen, Feinstaub und Schadstoffe ohne Verwendung von Hilfsmitteln wie Filter zu reduzieren, sondern auch den Wirkungsgrad der Öfen zu erhöhen“, begründet die Jury ihre Entscheidung. Durch die Neuentwicklung konnte auch ein wichtiger Beitrag zur noch nicht weit fortgeschrittenen Grundlagenforschung im Bereich der Verbrennungstechnologie für Biomasse geleistet werden. Haas + Sohn ist überdies das erste Unternehmen, das für ein Kaminofenmodell das Österreichische Umweltzeichen erhalten hat. Als Sieger in der Kategorie „Bestes kleines und mittleres Unternehmen“ ist die Haas + Sohn Ofentechnik GmbH somit auch der Salzburger Nominee für den Econovius, der im Rahmen des Staatspreises für Innovation an besonders innovative KMU verliehen wird.
|
|
| Nominiert: | |
![]() |
![]() |
|
Die ruwido austria gmbh aus Neumarkt/Wallersee mit der Internet- TV-Fernbedienung „invitro“ gehört zu den Nominierten. Die High-End-Fernbedienung wurde als ästhetische Kombination von Design und Funktionalität aus Glas gefertigt. Ganz ohne Tasten erkennt die Fernbedienung auf der Oberfläche jede Fingerbewegung. Das Gerät kann beidseitig bedient werden und ist vollständig recycelbar.
|
Die Fasching Salzburg GmbH war mit der Entwicklung eines Baukastensystems für Sicherheitsgurte in Autobussen bei den Nominierten dabei. Das System ist auf die im Vergleich zum Pkw schwierigeren Anforderungen in Autobussen abgestimmt: etwa die beengte Einbausituation und der Komfort der Passagiere bei gleichzeitiger Gewährleistung eines optimalen Schutzes der Reisenden.
|
3. Bester Großbetrieb
![]() |
|
|
Der Gesamtsieger im Bereich Innovation und Landessieger 2009 heißt Carbo Tech Composites GmbH. Das Unternehmen hat ein neues Verfahren zur Serienfertigung von Monocoques (Kohlefaserverbundstoff) für die Autoindustrie entwickelt. Die Herstellung derartiger Bauteile mit konventionellen Verfahren ist sehr aufwendig, langwierig und daher teuer. Im Gegensatz zu den herkömmlich verwendeten Stahlstrukturen korrodieren die Carbonkomponenten nicht und sind damit beliebig lang einsetzbar. Komplett aus eigener Forschung „Ein sehr innovatives Projekt, das zur Gänze mit der eigenen F&E-Abteilung entwickelt wurde und bei dem das Unternehmen eine verlässliche Serienproduktion erarbeitet hat. Besonders herausfordernd war der Anspruch, eine dauerhaft gleichbleibende, sehr hochwertige Qualität zu erzeugen, und das in nur mehr einem Arbeitsgang“, hob die Jury hervor. Durch das innovative Verfahren kann die Sicherheit für die Fahrzeuginsassen erhöht werden. Die Fahrzeuge werden leichter und brauchen daher weniger Treibstoff. Durch den Leichtbau können auch Motor, Radträger oder Bremsen kleiner und leichter dimensioniert werden. Das reduziert Kosten und die Emission von Kohlendioxid. Auch der Produktionsprozess ist wesentlich umweltfreundlicher als die herkömmlichen Verfahren. Durch dieses Projekt konnte ein Auftrag in Höhe von 145 Millionen Euro seitens der Automobilindustrie gesichert werden. Die Carbo Tech Composites GmbH ist auch Sieger in der Kategorie der Großunternehmen.
|
|
| Nominiert: | |
![]() |
![]() |
|
Die SkiData AG mit dem Personenzutritts-Leser Vario.Gate gehört zu den Nominierten. Das System ermöglicht erstmals die Verwendung von Tickets in unterschiedlichen Formaten und Technologien durch einfaches Hinhalten an den Lesepunkt (z. B. Print@Home Ausdrucke, Barcodes oder auch NFC Funktechnologie). Das lästige Ticketziehen bzw. Hantieren am Ticketschlitz entfällt somit. Das beschleunigt den Zutritt, verhindert Menschenschlangen und trägt zu Komfort und Sicherheit bei.
|
Auch die Schunk Bahn und Industrietechnik GmbH wurde mit einem neuartigen Wippenfederungssystem für Hochgeschwindigkeitszüge nominiert. Bei hoher Reisegeschwindigkeit ist aufgrund von Aerodynamikanforderungen und auftretenden Vibrationen die Stromabnahme ein kritischer Punkt. Mit dem System kann die Stromübertragung von der Oberleitung auf den Zug verbessert werden. Das erhöht die Geschwindigkeit des Zugs und damit die Attraktivität dieses öffentlichen Verkehrsmittels. |
Bilder: WKS | Hauch
Ihre Meinung ist gefragt
Geben Sie hier Ihre Bewertung ab.
Möchten Sie den Artikel kommentieren,
melden Sie sich bitte an
.
Ihre Bewertung:












