Berufsorientierung 2.0 mit der neuen Berufs-Safari App für iPhone und Android Smartphone.
An die 4.000 Tiroler Jugendlichen starteten in diesen Tagen in ihr letztes Schuljahr. "Spätestens in diesem Jahr müssen diese Schüler eine wichtige und einschneidende Entscheidung treffen: wie es nämlich weitergehen soll. Ob sie eine weiterführende Schule besuchen oder - so wie es jedes Jahr gut die Hälfte der 14-Jährigen tut - eine praktische Ausbildung in einem Unternehmen beginnen wollen", so WK-Präsident Jürgen Bodenseer.
Umfangreiches Angebot für Jugendliche
Die richtige Entscheidung zu treffen, ist nicht ganz leicht. Die Tiroler Unternehmen allein bieten 180 verschiedene Ausbildungen an. Und das Angebot der weiterführenden Schulen umfasst abgesehen von den allgemeinbildenden höheren Schulen, auch wirtschaftliche, kaufmännische, technische, landwirtschaftliche oder touristische Schulen - jeweils mit einer Vielzahl an Spezialisierungen.
Der Boom der letzten Jahre: weiterführende Schulen
"Natürlich wollen alle Eltern für ihre Kinder das Beste und die aus ihrer Sicht beste Ausbildung", so Bodenseer, "und auch das OECD-Ranking tut sein Übriges dazu". Laut der aktuellen OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2011“" rangiert Österreich bei der Akademikerquote im letzten Drittel der untersuchten Länder. "Dazu muss man aber auch wissen, dass in vielen der untersuchten Länder unsere Handwerksmeister bereits zu den Akademikern gezählt werden", klärt der WK-Präsident auf.
Die Lehre von heute ist bereits ebenfalls nach oben hin durchlässig und ermöglicht den Weg zur akademischen Ausbildung. Damit nicht genug: "In unserem WIFI werden bereits heute akademische Ausbildungen angeboten und wir werden dieses Angebot sukzessive erweitern", freut sich Bodenseer.
Was man mit Freude macht, macht man gut
"Das Allerwichtigste sollte aber doch sein", so Bodenseer, "dass unsere Kinder einen Beruf erlernen beziehungsweise ausüben, der ihren Interessen, Talenten und Fähigkeiten entspricht, einen Beruf, an dem sie Freude haben. Der Erfolg und die Karriere kommen dann von ganz alleine!" Es ist deshalb von größter Wichtigkeit, dass sich die Jugendlichen im Klaren darüber sind, wo ihre Interessen, ihre Stäken und Fähigkeiten wirklich liegen. Und dazu müssen sie das gesamte Ausbildungsangebot in Tirol kennen und sie dürfen bei dieser wichtigen Entscheidung nicht alleingelassen werden.
Wirtschaftskammer Tirol schließt eine Lücke
"Praktische Berufsorientierung muss an allen Schulen - Hauptschule, Mittelschule oder Gymnasium - stattfinden", fordert Bodenseer. "Leider passiert das heute mit mehr oder weniger Erfolg und ist vom Engagement der einzelnen Schulen selbst abhängig."
Informationsgeladene Unterhaltung
Die Wirtschaftskammer hat die Initiative ergriffen: "Im Vorjahr haben wir mit dem Bau der Berufs-Safari im WIFI in Innsbruck einen Meilenstein gesetzt", erklärt Bodenseer, "und mit unserer neuen Berufs-Safari-App setzen wir jetzt noch einen weiteren Meilenstein in der Berufsorientierung drauf!"
Wie unterstützt die neue mobile Applikation für iPhones und Android-Smartphones Jugendliche und Eltern aber auch Lehrer bei der Berufsorientierung?WK Tirol setzt sich für Reform des Bildungswesens ein
Nicht nur die Wirtschaftskammer fordert Verbesserungen. Laut aktuellen Konsumentenbefragung der Wirtschaftskammer Tirol sind mehr als zwei Drittel der Tirolerinnen und Tiroler der Meinung, dass es dem gegenwärtigen Bildungssystem nicht gelingt, die Talente der Kinder und Jugendlichen zu entdecken und zu fördern. "Das ist ein Alarmzeichen", weiß Vizepräsident Felder. "Die Tirolerinnen und Tiroler sind auch der Meinung, dass es dem Bildungssystem nur schlecht gelingt, grundlegende Bildungsinhalte zu vermitteln".
In Tirol wurde bereits mehrfach zur Hilfe durch Selbsthilfe gegriffen - etwa mit Lehre und Matura oder mit der Berufs-Safari. Vizepräsident Martin Felder dazu: "Die Berufs-Safari im WIFI Innsbruck hat vor knapp einem Jahr ihre Tore geöffnet. Seither haben mehr als 4.540 Schülerinnen und Schüler aus 105 Schulen aller Typen und aus allen Bezirken das vom WIFI Tirol entwickelte und bundesweit einzigartige Konzept zur Berufsorientierung besucht."
WK Tirol bringt praktische Berufsorientierung in die Bezirke
Berufsorientierung findet auf vielen Ebenen statt

Foto: Die Fotografen
Wirtschaftskammer Tirol
Berufs- und Bildungsconsulting
WIFI Innsbruck
Mag. Katharina Schumacher
T 05 90 90 5-72 80
E katharina.schumacher@wktirol.at
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