Erneuerbare Energie in Kasachstan: Gesetzesänderung bringt Marktchancen

20.04.2012
Mag. Michael Müller

Entwicklungsbank EBRD plant Direct Investment Facility

   

Noch spielt erneuerbare Energie in Kasachstan keine Rolle, bis 2014 sollen aber 1 Mrd. kWh von erneuerbaren Energiequellen geliefert werden, hauptsächlich Wind, Wasser und Sonne. Das Gesetz zur Förderung von erneuerbarer Energie wird zurzeit geändert und es wird mit einer Beschlussfassung in den kommenden Monaten gerechnet. Kernpunkt der Gesetzesänderung ist die Einführung von Fixtarifen bzw. Tarifbändern zur Einspeisung erneuerbarer Elektrizität. 

Die EBRD erwartet einen starken Anstieg an Interesse, Investitionen und Projekten zur Erzeugung von erneuerbarer Energie auf Basis der verbesserten gesetzlichen Rahmenbedingungen und plant deshalb die Einrichtung einer Direct Investment Facility für kleinere und mittelgroße erneuerbare Energie Projekte in Kasachstan. Schon jetzt können (auch ausländische) Unternehmen Informationen liefern, die dann in die Project Pipeline einfließen.

Die Geschäftschancen sind vielfältig: Alleine das Potential für Solarenergie wird auf 2,5 Mrd. kWh pro Jahr geschätzt. Das Staatsunternehmen Samruk-Energo plant neben einigen Wasserkraftprojekten auch Investitionen in Windparks und ein Solarkraftwerk. Aber auch in lokale Produktion soll investiert werden: Das Staatsunternehmen KazAtomProm plant für 2012 den Bau einer Fertigung für Solarpanele und Rohstoffaufbereitung in Ust-Kamenogorsk in Ost-Kasachstan. Know how und neue Technologien fehlen in Kasachstan und für österreichische Anbieter gibt es interessante Marktchancen. Diese zu nutzen hilft das Team des AußenwirtschaftsCenter Almaty, u.a. kann eine Liste von kasachstanischen Unternehmen, die an erneuerbaren Energie Projekten arbeiten, zur Verfügung gestellt werden.

 

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