Führerscheinausbildung ist bei Profis der Fahrschulen in besten Händen

13.04.2012

WKÖ-Fachverband der Fahrschulen: Freiwillige Dienstleistung im privaten Bereich belassen

„Da die Wissensvermittlung gerade im Bereich Verkehr und Verkehrssicherheit einen sehr hohen Stellenwert hat, muss die Ausbildung der Führerscheinanwärter von fachlich hoch qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt werden. Die Führerscheinausbildung wird in den österreichischen Fahrschulen von professionell ausgebildeten, kompetenten und geschulten Fahrlehrern durchgeführt. Unsere Experten verfügen über das notwendige Spezialwissen und haben jahrelange Erfahrung damit, dieses kompetent an Schülerinnen und Schülern zu vermitteln. Damit ist die Führerscheinausbildung bei uns in den besten Händen!“, betont Herbert Wiedermann, Obmann des Fachverbands der Fahrschulen und des Allgemeinen Verkehrs in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Sollte die theoretische Führerscheinausbildung an Schulen zukünftig von Fachlehrern angeboten werden, wie dies zuletzt von manchen Gruppierungen gefordert wurde, so sei dies in punkto Verkehrssicherheit der falsche Weg, warnt Wiedermann. Fachlehrer würden mit ihnen gänzlich neuen Lehrinhalten zusätzlich betraut werden, ohne dass diese eine fundierte, einschlägige und qualifizierte Ausbildung in diesem spezifischen Bereich mitbringen.

Kosten für den Steuerzahler

Das Angebot, den Fahrschulunterricht in die Schulen zu verlegen, beinhalte zudem eine bedenkliche Kostenverschiebung vom privaten Bereich jedes Einzelnen hin zum öffentlichen Bereich der Schulen. Somit würde eine bislang freiwillige Dienstleistung, nämlich die Entscheidung jedes Einzelnen einen Führerschein zu erwerben, an die Steuerzahler ausgelagert werden. Mit dem Angebot einer theoretischen Führerscheinausbildung in Schulen wäre ein hoher finanzieller Aufwand an Infrastruktur verbunden, weil alle erforderlichen Lehrmittel wie Computer, Lehrbücher, etc. in der Schule angeschafft werden müssten.

In den Genuss dieser kostenlosen theoretischen Führerscheinausbildung würden jedoch bei weitem nicht alle Jugendlichen kommen. Viele Jugendliche besuchen im einschlägigen Alter überhaupt kein Gymnasium, sondern absolvieren eine Lehre, eine andere Bildungseinrichtung oder schlagen bereits einen beruflichen Weg ein.

Wiedermann: „Nicht zuletzt sollte man sich auch überlegen, ob eine solche Verschiebung überhaupt im Sinne der jungen Menschen wäre. Es ist fraglich, ob Schülerinnen und Schüler während des regulären Schulbetriebs zusätzlich noch eine theoretische Führerscheinausbildung machen wollen. Nicht umsonst entscheiden sich viele Jugendliche ganz bewusst dafür, ihre Führerscheinausbildung in der Ferienzeit in den Fahrschulen zu absolvieren.“

Der Fachverband der Fahrschulen und des Allgemeinen Verkehrs in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt unter anderem die ca. 380 österreichischen Fahrschulen bundesweit. (PM)





Rückfragen:
Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband der Fahrschulen und des Allgemeinen Verkehrs
Mag. Gritta Grabner
Tel.: (+43) 0590 900-3426
E-Mail: fahrschulen@wko.at

mein.wko.at

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