Das Test- und Ausbildungszentrum (TAZ) des WIFI und der Wirtschaftskammer ist seit der Eröffnung im vergangenen November der "Renner" an Kärntens Schulen.
Seit November des vergangenen Jahres ist das TAZ in Betrieb und die bisherigen Ergebnisse übertreffen alle Erwartungen: In kaum sechs Monaten haben 1300 Schüler statt der erwarteten 500 die 30 Stationen des Tastparcours absolviert, bis Ende des WIFI-Wirtschaftsjahres, das mit dem Schuljahr zusammenfällt, könnten es sogar 2000 werden. Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher ist mehr als zufrieden: "Dieses Zwischenergebnis zeigt, dass wir mit unserer Einschätzung bezüglich des Bedarfs an konkreter Berufsorientierung richtig gelegen sind."
TAZ als Lebenswegweiser
Dies sei in einer Zeit, in der die Bevölkerungsentwicklung nach unten und der Bedarf an Fachkräften nach oben zeige, dringend erforderlich, unterstrich Pacher, für den aber auch tiefer gehende Gründe ausschlaggebend waren: "Uns allen stellt sich die Frage, wie können wir unsere Kinder und Enkel unterstützen? Wir wollten mit dem TAZ die Möglichkeit schaffen, dass sie leichter den richtigen Lebensweg gehen."
Eines für alle
Achill Rumpold, Wirtschaftslandesrat und Aufsichtsratsvorsitzender des Zukunftsfonds, der das TAZ maßgeblich gefördert hat, ist von den Ergebnissen nicht überrascht: "Das TAZ ist eine europaweit einzigartige Einrichtung und schafft eine Win-win-Situation: Den Jugendlichen zeigt der Test ihre Talente und Begabungen, die ausbildenden Betriebe bewahrt er vor bösen Überraschungen." Der Zukunftsfonds und die Wirtschaftskammer Kärnten haben ca. fünf Millionen Euro in das TAZ investiert, vom AMS kamen für die eingeschlossene Produktionsschule 500.000 Euro dazu. Am hoch gesteckten Ziel des TAZ hält Rumpold fest: "Ich wünsche mir, dass alle Kärntner Jugendlichen das TAZ absolvieren. Das dient dem Abbau des Fachkräftemangels für die Betriebe und schraubt die Männerdominanz in den technischen Berufen zurück."
TAZ passt optimal
Ein Wunsch, den Landesschulratspräsident Walter Ebner unterstützt: Er stellte dem TAZ knapp 10.000 Schülerinnen und Schüler pro Jahr in Aussicht. Auch er war voll des Lobes: "Das TAZ schlägt eine Brücke zwischen dem Bildungssystem und den Unternehmen und passt in unsere Schullandschaft optimal hinein."
Ausgezeichnete Direktoren
Der engagierten Zusammenarbeit mit den Schulen hat das TAZ viel zu verdanken, wie auch WIFI-Geschäftsführer Andreas Görgei unterstrich: "Die Akzeptanz bei den Schulen und Betrieben war vom ersten Tag an gegeben." Insgesamt wurden zwölf Informationsveranstaltungen für Schulinspektoren, Direktoren, Schülerberater, Bildungsberater und BO-Lehrer durchgeführt ,dabei konnten 169 Lehrer aus 86 Kärntner Schulen über das TAZ informiert werden. Diese Info-Offensive war erfolgreich: Bis heute haben 29 Klassen aus 16 Schulen den Talenteparcours absolviert; 100 % der Berufsschulen, 80 % der Pflichtschulen, 39 Prozent der AHS und 17 Prozent der BMHS waren im TAZ. Die Direktoren jener Schulen, die alle infrage kommenden Klassen ins TAZ gebracht haben, wurden von Pacher, Rumpold, Ebner und Görgei heute mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet.
Betriebe und Jugendliche zufrieden
Auch in der Kärntner Wirtschaft findet das TAZ viel Zuspruch: Unternehmen wie Flextronics, Treibacher oder Schenker lassen ihre Lehrstellenbewerber im TAZ testen; STRABAG, Spar oder Elin haben sich für heuer schon angekündigt. Und auch die Getesteten selbst sind sehr zufrieden, wie man den Feedback-Formularen entnehmen kann: Auf die Frage "Wie hat dir der Besuch im TAZ gefallen?" haben 47 Prozent mit "sehr gut" und 48 Prozent mit "gut" geantwortet. 90 Prozent der Teilnehmer wollen das TAZ weiterempfehlen.
Eltern stehen dahinter
Seit Anfang November 2011 wurden insgesamt auch 18 Einzeltests mit insgesamt 290 Jugendlichen durchgeführt. Görgei: "Daraus kann man ersehen, wie groß das Interesse auch bei den Eltern nach so einer Testeinrichtung ist. Aus vielen persönlichen Gesprächen mit Eltern konnten wir entnehmen, wie froh sie sind, dass es jetzt eine derartige Testeinrichtung gibt, die ihnen bei der Entscheidung der Berufswahl ihrer Kinder eine Hilfestellung leisten kann."
Ausgezeichnete Schulen und ihre Direktoren
- Hauptschule Metnitz - hat nur eine Klasse
Tel.: 04267 459 oder 04267 237
9363 Metnitz, Marktstraße 5 a
Direktor: Heidi Köstenberger, vertreten durch Rosemarie Bodner
Test:
Klasse H4a am 3.2.2012 - 18 Schüler
- NMS HS 3 Wolfsberg:
Tel.: 04352 81150
9431 St.Stefan/Lav., St.Marein 22
Direktor: Arthur Radl
Test:
Klasse 4 a am 21.2.2012 - 17 Schüler
Klasse 4 b am 22.2.2012 - 16 Schüler
- HS 4 Wolfsberg:
Tel.: 04352 3991
9431 St.Stefan, Hauptstraße 51
Direktor: Josef Kurteu, vertreten durch Renate Zmolnig
Test:
Klasse 4a am 21.3.2012 - 28 Schüler/innen
Klasse 4b am 22.3.2012 - 26 Schüler/innen
Klasse 4c am 23.3.2012 - 18 Schüler/innen
- NMS HS 1 Wolfsberg:
Tel.: 04352 202811
9400 Wolfsberg, Hans-Scheiber-Straße 1
Direktor: Karl Umschaden
Test:
Klasse 4 a am 24.1.2012 - 23 Schüler/innen
Klasse 4b am 25.1.2012 - 23 Schüler/innen
Klasse 4c am 26.1.2012 - 18 Schüler/innen
Klasse 4d am 27.1.2012 - 15 Schüler/innen
- NMS HS Lurnfeld:
Tel.: 04769 3115
9813 Möllbrücke, Mölltalstraße 75
Direktor: Claudia Maier, vertreten durch Walter Tiefnig
Test:
Klasse 4a am 20.3.2012 - 20 Schüler/innen
Klasse 4b am 14.3.2012 - 25 Schüler/innen
- Polytechnische Schule Völkermarkt:
Tel.: 04232 2550
9100 Völkermarkt, Mettingerstraße 16
Direktor: Franz Borotschnig, vertreten durch Elke Katz
Test:
Klasse K1 am 6.3.2012 - 18 Schüler/innen
Klasse K2 am 8.3.2012 - 21 Schüler/innen
Klasse K3 am 15.3.2012 - 18 Schüler/innen
Klasse K4 am 13.3.2012 - 24 Schüler/innen
Informationen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
F 05 90 904 – 660
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