Österreichische F&E-Quote steigt 2012 auf 2,8 Prozent

14.03.2013
Statistik, Mag. Annamaria Kandlhofer-Bodei

Globalschätzung prognostiziert Forschungsausgaben von 8,61 Mrd. Euro für 2012

   

Statistik Austria hat die neue Schätzung der voraussichtlichen Ausgaben für F&E in Österreich veröffentlicht. Für das Jahr 2012 wird mit F&E Ausgaben von insgesamt 8.610 Millionen Euro gerechnet. Die Steigerung der F&E Ausgaben gegenüber dem Vorjahr beträgt 4,2% und liegt bei 2,80% des Bruttoinlandsproduktes.

Der größte Anteil der gesamten Forschungsausgaben 2011 wird mit rund 45% (3,84 Mrd. Euro) von der Wirtschaft finanziert werden. 39% (3,38 Mrd. Euro) wird der öffentliche Sektor beitragen. Der Anteil von knapp 16% wird vom Ausland und 0,6% (47 Mio. Euro) vom privaten gemeinnützigen Sektor finanziert werden. Die Finanzierung durch das Ausland (1,34 Mrd. Euro) stammt zum überwiegenden Teil von mit heimischen Tochterunternehmen verbundenen europäischen Unternehmen, die Österreich zum Forschungsstandort gewählt haben und schließt die Rückflüsse aus den EU-Rahmenprogrammen für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration ein.

Die Forschungsquote (Anteil der F&E Ausgaben am BIP) ist für Österreich seit 1981 von 1,10% auf 2,80% im Jahre 2012 angestiegen und lag in den letzten Jahren über dem EU-Durchschnitt. Die aktuellsten gesamteuropäischen Vergleichsdaten liegen für 2010 vor: Demnach beträgt diese Kennzahl für die Europäische Union (EU-27) 2,00%. Österreich gehört mit Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland zu jenen Länder, die eine höhere Forschungsquote als 2,7% aufweisen.
Weitere Informationen zu diesem Thema können Sie der Pressemitteilung von Statistik Austria, der Übersicht zur Globalschätzung und der Grafik zur F&E Ausgabenentwicklung entnehmen.