Wirtschaftskammer Salzburg: Partner der FH-Entwicklung – Unterstützung bei Forschungslehrstühlen – Stipendien für Studierende – Schwerpunkt KMU und Nachhaltigkeit
„Dank der Kooperationsbereitschaft von FH-Rektorin Univ.-Prof. Dr. Kerstin Fink, ihrem akademischen Team und der Geschäftsführung, wird die Verbindung der Fachhochschule Salzburg zur Salzburger Wirtschaft noch enger“, freute sich WKS-Präsident KommR Julius Schmalz bei der Präsentation eines gemeinsamen Studienschwerpunkts von FH und Salzburg AG. „FH-Rektorin Fink wird heute Nachmittag erstmals ihre Pläne für die Weiterentwicklung der FH dem Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer vorstellen!“, berichtete Präsident Schmalz.
Die FH Salzburg – eine Gründung der Wirtschaftskammer 1995 – sei von Seiten der WKS immer auch als eine „Fachhochschule der Wirtschaft“ betrachtet worden. Auch wenn im Laufe der Jahre sinnvollerweise weitere Schwerpunkte etwa im Bereich Gesundheit und Soziales in der FH Salzburg GmbH konzentriert wurden, bleibe der Charakter der FH dennoch auf die Ausbildung von Top-Fachleuten für die Wirtschaft ausgerichtet. Eine Zielsetzung, die auch vom Mitträger AK Salzburg geteilt werde. WKS-Präsident Schmalz: „Die Schwerpunktsetzung war richtig, wie die dynamische Entwicklung der FH Salzburg beweist. Und die neuen Schwerpunkte werden dafür Sorge tragen, auch in technologischen Zukunftsfeldern der Nachfrage nach Fachleuten entsprechen zu können.“
Erfolgsgeschichte FH Salzburg
- Was 1995 mit zwei Studiengängen in Salzburg-Itzling und Kuchl begann, hält 17 Jahre später bei 24 Studiengängen an zwei Standorten mit über 2.300 Studierenden in vier Schwerpunkten.
- Seit der Gründung haben mehr als 4.000 junge Top-Kräfte ihres jeweiligen Faches die FH Salzburg als erfolgreiche AbsolventInnen verlassen, in der Regel ohne Jobsorgen und nicht wenige davon als Unternehmerinnen und Unternehmer.
- „Urstein“ und „Kuchl“ wurden zu Markenzeichen in der Bildungsszene, und dank moderner Hochschularchitektur, Campus-Kultur und innovativen Inhalten zu Treffpunkten der intellektuellen Auseinandersetzung (Forum Alpbach in Urstein, „Wirtschaft weiter denken“, Design-Forschung in Kuchl und anderes mehr).
- Die Nachfrage nach den von Land und Bund und mittels Studiengebühren finanzierten Studienplätzen ist nach wie vor groß. Daher wurde der Campus Urstein um einen 4.400 Quadratmeter großen Bau erweitert, der Platz für neue Hörsäle und Seminarräume, Labore und Funktionsräume für Lehre und Forschung sowie Arbeitsplätze für MitarbeiterInnen und einen Bibliotheksspeicher bietet. Die offizielle Eröffnung erfolgt am 24. Mai 2012.
FHS ist die technische Fachhochschule in Salzburg - und mehr!
Der Aufsichtsratsvorsitzende der FH Salzburg, LAbg. Mag. Hans Scharfetter, machte auf weitere „Assets“ der FH Salzburg aufmerksam:
- FHS ist die technische Fachhochschule Salzburgs. Rund ein Drittel der 2.300 Studierenden der FHS haben einen technischen Studiengang gewählt! Die FH Salzburg bietet nicht nur im IT-Bereich top-aktuelle Studienangebote an, sondern ist vor allem in der Holztechnologie und Holzwirtschaft der einzige FH-Anbieter für ein Bachelor- und Masterstudium in Österreich. Außerdem ist die FH Salzburg führend bei medizinisch-technischen Studiengängen wie Radiologietechnologie sowie Biomedizinischer Analytik und bietet innovative Ausbildungskonzepte für Medientechnologie.
„Mit der von mir 2011 angeregten Schwerpunktsetzung, sich dem Thema erneuerbare Energien zu widmen, wird das technische Ausbildungsangebot der FH noch ein Stück attraktiver“, betonte Scharfetter. So strebt die FH Salzburg den Zuschlag eines „Josef-Ressel-Zentrums“ an, in dem gemeinsame Forschungsaktivitäten von Fachhochschulen mit Unternehmen gebündelt werden, in diesem Fall zu den Themen erneuerbare Energien (Steuerungssysteme) und Smart Grids. Zu erwähnen ist, dass die Salzburg AG im Juli auf dem Westtrakt des FH-Gebäudes in Urstein im Zuge der Kooperation eine Photovoltaik-Anlage errichten wird.
- Gemeinsam mit dem Holztechnikum Kuchl ist die FH das Bildungs- und Forschungskompetenzzentrum zum Thema Holz in Österreich. Ein Zukunftsthema schlechthin, wenn man an die vielfältigen Möglichkeiten denkt, Holz als nachhaltigen Werk- und Rohstoff für weitere Produkte einzusetzen.
- Die Fachhochschule Salzburg ist zudem mit ihren Studiengängen MultiMediaArt und MultiMedia Technology eine der führenden Ausbildungsstätten für die Kreativwirtschaft, wie zahlreiche Erfolgsschichten von Studierenden und AbsolventInnen beweisen – vom Filmpreis bis zu Smartphone-Applikationen, von IT-Lösungen und Web-Auftritten bis zu Apps für’s iPad, von Design-Konzepten bis zu Firmengründungen im Bereich Industrie-Design.
- Und nicht zuletzt rundet die FH Salzburg das breite, von der WKS getragene Ausbildungsangebot im Tourismus (Tourismusschulen) mit einem Studiengang ab.
Wirtschaftskammer fördert die FH allein 2012 direkt mit über 100.000 €
„Salzburg braucht hervorragend ausgebildete Mitarbeiter und Unternehmer, v. a. auch in den technischen Disziplinen“, betonte WKS-Präsident Julius Schmalz: „Gemeinsam mit Rektorin Fink haben wir ein Kooperationsprogramm entwickelt, das ab sofort umgesetzt wird. Die WKS wird, insbesondere im Themenschwerpunktjahr „Bildung schafft Zukunft“ 2012, der FH über 100.000 € für Bildungsmaßnahmen zur Verfügung stellen.“ Die WKS finanziert laufend Forschungsprojekte an der FH: Zwischen 2009 und 2011 zum Beispiel den Schwerpunkt Industrielle Informationstechnik/Mechatronik mit 210.000 €. Ziel war die Entwicklung eines gemeinsamen Testmanagement-Systems für fünf Salzburger Betriebe. Mit „SimaProd“ – Forschungsbudget 480.000 € - konnte der Studiengang erfolgreich ein weiteres dreijähriges Folgeprojekt an Land ziehen.
- Unterstützung bei Lehrstühlen: Die WKS wirkt mit bei der Erschließung neuer Technikfelder für die Ausbildung. Die Themen „Erneuerbare Energien“, „Ressourcenoptimierung bei der Energiegewinnung“ (Nachhaltigkeit) und „intelligente Energiesysteme“ werden nun von FHS – unter anderem in Kooperation mit der Salzburg AG – vorangetrieben. Die Wirtschaftskammer wird die FHS bei der Einrichtung diesbezüglicher Lehr- und Forschungslehrstühle unterstützen und lädt auch das Land Salzburg ein, hier die FHS zu fördern. Von Seiten der WKS sind hier jährlich 35.000 € vorgesehen.
- Technik-Leistungsstipendien für FH-Studierende: Die WKS wird vorerst drei Jahre lang Leistungsstipendien für Studierende in den technischen Studiengängen der Fachhochschule Salzburg ausloben. Derzeit sind dafür 35.000 € pro Jahr vorgesehen.
- Auslandsstipendien: Schon jetzt unterstützt die WKS auch den Auslandsaufenthalt von Studierenden durch Verleihung von Stipendien. Bis dato wurden in vier Jahren 80.000 € ausgeschüttet, mehr als 100 Studierenden konnte dadurch ein Auslandssemester ermöglicht werden. Das Programm der WKS wird bis 2014 mit jährlich 20.000 € fortgesetzt.
- Tourismus: Ebenso wird die WKS die Tourismusforschung im Rahmen des FHS-Studienangebots „Wirtschaft & Tourismus“ und den Masterstudiengang weiter mit jährlich 20.000 € finanziell unterstützen.
- FH-Rektorin Fink ist der Themenkomplex Nachhaltigkeit in und durch Management sowie durch neue technische Lösungen besonders wichtig. Die FHS wird in Zukunft mit dem „Zentrum für humane Marktwirtschaft“ der WKS enger kooperieren, dessen Vortragende für Inputs in Lehrveranstaltungen zu Verfügung stehen. Gemeinsam will man die Gesprächsreihe „Wirtschaft weiter denken“ fortführen und ausweiten.
- Und nicht zuletzt wollen Wirtschaftskammer und die FH Salzburg eine thematische Schwerpunktsetzung im Bereich Klein- und Mittelbetriebe vorantreiben, d. h. dass in allen Lehrveranstaltungen im Bereich Management, BWL und anderen wirtschaftsrelevanten Studieninhalten auch diese Perspektive verstärkt berücksichtigt wird.
Bildtext:
1. Reihe von links: FH-Geschäftsführer Mag. Raimund Ribitsch, FH-Rektorin Univ.-Prof. Dr. Kerstin Fink, Mag. August Hirschbichler, Vorstandssprecher der Salzburg AG.
2. Reihe von links: Dr. Leonhard Schitter, Vorstand der Salzburg AG, Dr. Doris Walter, FH-Geschäftsführerin, FH-Prof. Ing. Dr. Gerhard Jöchtl, Leiter des Studiengangs Informationstechnik & Systeme, AK- Direktor Mag. Gerhard Schmidt, DI Mag. Michael Strebl, Salzburg AG.
Foto: WKS/Neumayr
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