Tourismusstrategie 2020

10.10.2012

„Mit Gastfreundschaft, Regionalität und Nachhaltigkeit zur Nummer 1“

   

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Fotos: Das war der Tourismustag am 8. Mai in Bregenz 
 

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Die Probebühne bot den beeindruckenden Rahmen für die Zukunftskonferenz, die von Spartenobmann und Initiator Hans Peter Metzler eröffnet wurde. „Bis 2020 wollen wir die Tourismusregion Nummer 1 in Europa werden“, gab Metzler, das Ziel hinter dem Tourismuskonzept vor. Und er betonte vor den 700 Touristikern, Bürgermeistern und Opinion Leaders: „Im Gegensatz zu so vielen Konzepten und Visionen haben wir von Anfang an darauf geachtet, unsere Vorhaben mit konkreten Projekten zu unterfüttern.“

 

Verbindlichkeit und  Verpflichtung

Das Tourismuskonzept basiert auf zahlreichen Gesprächen, Workshops, Diskussionsrunden mit allen relevanten Partnern: Land Vorarlberg, den Sozialpartnern Landwirtschaftskammer, Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer sowie Vorarlberg Tourismus und der Sparte Tourismus. Durch die Unterzeichnung der Partnerschaft als Höhepunkt der Veranstaltung wurde eine Verbindlichkeit und Verpflichtung geschaffen, die es in solcher Form bisher nicht gab und durch die der Erfolg der Maßnahmen gewährleistet wird.

Spartenobmann Metzler zu den Maßnahmen: Durch die Beteiligung der Wirtschaftskammer an der Vorarlberg Tourismus GmbH werden die Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis in die strategischen Entscheidungen in allen relevanten Feldern eingebracht. „Wir erwarten uns dadurch eine noch bessere Vermarktung unserer „Destinationen“, so Metzler, der der Vorarlberg Tourismus GmbH schon jetzt eine „sehr gute Arbeit“ beim Verkauf des Urlaubslandes Vorarlberg attestiert.

 

Den Mitarbeitern gilt das größte Augenmerk

Ein wesentlicher Schwerpunkt der Strategie wird die Ausbildung und Betreuung der Mitarbeiter sein. Über  künftige Ausbildungswege gibt es bereits ganz konkrete Gespräche mit betrieblichen und schulischen Ausbildern sowie mit den verantwortlichen Landespolitikern. Sehr konstruktiv verlaufen auch die Gespräche mit den arbeitsmarktpolitischen Partnern. Spartengeschäftsführer Harald Furtner, der diese Maßnahmen präsentierte: „Die Mitarbeiter sind für uns das wichtigste Kapital – wir werden alles tun, damit es in Vorarlbergs Tourismuswirtschaft die besten Arbeitsbedingungen der Branche gibt.“

 

Landeshauptmann Markus Wallner hob den traditionell hohen Stellenwert des Tourismus in Vorarlberg hervor. Jedes Jahr kommen rund zwei Millionen Urlaubsgäste ins Land und buchen rund acht Millionen Übernachtungen. Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft trägt etwa 15 Prozent zum Vorarlberger Bruttoregionalprodukt bei. 12.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in diesem Wirtschaftszweig beschäftigt. Der Tourismus ist sowohl für die städtischen Ballungsräume als auch für die Entwicklung des ländlichen Raumes von eminenter Bedeutung.

 

Erfolgreichen Vorarlberger Weg fortsetzen

Vorarlberg konnte sich in den letzten Jahren im internationalen Wettbewerb als Urlaubsland mit hochwertigen Angeboten und natürlicher Landschaftsqualität sehr gut behaupten. Wallner: „Dazu haben laufende beträchtliche Investitionen in die Qualität von Infrastruktur, Beherbergung und Gastronomie beigetragen.“

 

Mit der Tourismusstrategie 2020 soll der erfolgreiche Weg fortgesetzt und das Bekenntnis zum nachhaltigen Qualitätstourismus untermauert werden. „Das heißt für uns, die Balance zwischen hoher Qualität und Vielseitigkeit im touristischen Angebot, engagiertem Wettbewerb, sozialer Fairness und Verantwortung für Natur und Umwelt besser zu gestalten als unsere Mitbewerber. Wer in Vorarlberg zu Gast ist, soll unser Land bei jedem Besuch stets neu als Maßstab für Qualität, authentische Gastlichkeit, regionale Genusskultur und nachhaltigen Tourismus erleben.“

 

Breite Partnerschaft und erste konkrete Schritte

Für Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser ist klar, dass die touristische Zukunft auf Vorarlberger Art von einer breiten Partnerschaft getragen werden muss. Erste Maßnahmen zur Umsetzung der Tourismusstrategie 2020 gibt es bereits, so Landesstatthalter Rüdisser. In einem ersten Schritt werden die Tourismusförderungen des Landes durchleuchtet und angepasst. Weiters wird das Land in den kommenden Wochen Workshops mit den Tourismusdestinationen durchführen.

Auch eine engere Abstimmung mit den Zielen und Interessen der Landwirtschaft läuft bereits. Dazu kommt, dass Vorarlberg neben einer hochwertigen touristischen Infrastruktur für die Gäste auch seine natürliche Landschaftsqualität als Wettbewerbsfaktor langfristig sichern muss.  

Der Stratege

Mit Dr. Daniel Fischer konnte einer der erfolgreichsten Tourismusstrategen für die Entwicklung des Vorarlberger Weges im Tourismus gewonnen werden. Der Schweizer hat bereits in anderen Destinationen für den entsprechenden Kick gesorgt. Fischer: „Vorarlberg hat alles, um als Destination die Nr. 1 zu werden.”

 

Fotos: Das war der Tourismustag am 8. Mai in Bregenz