Salzburgs UnternehmerInnen fordern: Gebt der Lehre mehr Chancen

16.05.2012
Dr. Kurt Oberholzer

Die Mitglieder der WK Salzburg sind mit ihrer Interessenvertretung sehr zufrieden. Und man fordert noch mehr Anstrengungen für die Lehre.

   

 

2012 startete die WKS das Leitthema „Bildung schafft Zukunft“, das sich als Aktionsschwerpunkt zur Bekämpfung des Fachkräftemangels versteht. Im Kern geht es dabei auch um bessere bildungspolitische Bedingungen für die Lehre, um mehr Akzeptanz der dualen Ausbildung in der Gesellschaft und um Unterstützung der Lehrbetriebe.   

„Das ist eine punktgenaue Positionierung und deckt sich eins zu eins mit den Bedürfnissen und Ansichten der Salzburger Wirtschaft“, betont WKS-Direktor Dr. Hans Bachleitner. Er verweist auf eine aktuelle market-Untersuchung unter 748 Salzburger Unternehmen aus allen Branchen (März 2012). Darin wurden – neben der Zufriedenheit mit der WKS – auch eine Reihe von aktuellen Themen (Lehre, Zuwanderung, Innovation, E-Mobility) abgefragt, denen sich die WKS besonders widmen sollte.

Das durchaus überraschende Ergebnis: Die Lehrlingsausbildung ist zu einem zentralen Anliegen der Unternehmen geworden! 89% der Salzburger Betriebe wollen eine vermehrte Unterstützung für die Lehrlingsausbildung in den Unternehmen. Gleichauf mit 89% Zustimmung liegt auch die Forderung, die Lehre durch bildungspolitische Maßnahmen gegenüber der Schulbildung aufzuwerten. Und 85% der Salzburger Unternehmer treten, ebenso wie die WKS, dafür ein, in den Haupt- und Mittelschulen eine verpflichtende Berufsberatung einzuführen, die auch auf die Chancen der Lehre hinweist.

Energieeffizienz wurde wichtiges Thema

  

Mit 82% „sehr wichtig“ und „wichtig“ liegt auch der Vorschlag einer „Innovationsoffensive“ im Land Salzburg (High-tech-Firmengründungen, neue innovative Dienstleistungen) recht hoch. Ein Beleg dafür, dass die Wirtschaft für Klima- und Umweltschutz durchaus zu haben ist, ist die Einschätzung der Bedeutung von Energieeffizienz im Betrieb: 82% sagen, das ist „sehr wichtig“ (49%) und „wichtig“ (33%). 57% aller Salzburger Firmen teilen auch die Meinung, es brauche mehr Unterstützung für Elektromobilität durch die Politik.

Top platziert als Service-Einrichtung für Unternehmer

  

Die Wirtschaftskammer wird in Salzburg klar als Nummer eins in der Interessenvertretung wahrgenommen, wenn es um die Durchsetzung von Anliegen der Wirtschaft geht.
Aber auch mit der Dienstleistungsqualität der WKS sind die UnternehmerInnen erneut sehr zufrieden, wie die Gesamtnote von Angebot, Leistungen und Service mit 1,97 beweist. „Viele ,Einser-Noten‘ zeigen, dass die Wirtschaftskammer Salzburg als  Serviceeinrichtung für die UnternehmerInnen bestens platziert ist“, freut sich Dr. Bachleitner.

Teilweise noch bessere Noten als in früheren Umfragen gab es etwa bei einzelnen Kriterien der Dienstleistungsqualität: Freundlichkeit und Höflichkeit wurden noch besser mit jetzt 1,42 bewertet. Die Erreichbarkeit verbesserte sich auf die  Note 1,63, das Engagement und Entgegenkommen erreichte die Bewertung 1,9. Die Zuverlässigkeit und Genauigkeit werden mit 1,82 bewertet, die fachliche Kompetenz mit 1,97. 

Sehr hohe Zufriedenheitswerte gibt es gleichfalls mit dem Aus- und Weiterbildungsangebot der WKS (WIFI, Tourismusschulen, FH, BAUAkademie Lehrbauhof): Fast 70%  sind „sehr zufrieden“ und „zufrieden“. Die insgesamt dafür vergebene Note lautet 1,83. 86% aller befragten UnternehmerInnen finden das Bildungsengagement der WKS „sehr wichtig“ (53%) und „wichtig“ (33%) und benoten die bildungs- und standortpolitische Arbeit der Wirtschaftskammer auf diesem Gebiet mit 1,6.

Ebenfalls sehr zufrieden sind die Mitglieder mit dem Informationsangebot ihrer Wirtschaftskammer, das heißt mit der „Salzburger Wirtschaft“, mit wko.at, den Newslettern, Info-Veranstaltungen, Broschüren und anderen Kommunikationsformen. Die sogenannte „Top-Box“ („sehr zufrieden/zufrieden“) beträgt hier 77%, vergeben wurde die Note 1,89. Vor allem die Aktualität und Schnelligkeit (Note 1,85) überzeugen. Am intensivsten wird dabei die „Salzburger Wirtschaft“, die Zeitung der WKS genutzt. Nur 18% lesen sie gar nicht, 81% nutzen die Nutzung als Informationsmedium für Wirtschaftstreibende.