Forderung nach Arbeitszeitverkürzung fällt in die Kategorie „unverantwortlich“

18.04.2012
Mag. Herbert Motter

WKV-Präsident Manfred Rein: "Die aktuell von der SPÖ und Minister Hundstorfer ins Spiel gebrachte Arbeitszeitverkürzung wäre kontraproduktiv und gefährlich für Wirtschaftsstandort."

   

 

 

"Unsere Betriebe werden bereits mit hohen Lohn- und Energiekosten belastet. Der Vorschlag einer Arbeitszeitverkürzung würde noch mehr Druck auf die Unternehmen ausüben und heimische Arbeitsplätze gefährden“, erklärt Manfred Rein, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg.

 

„Die SPÖ-Vertreter scheinen die demographische Entwicklung nicht wirklich zu kennen. Gerade in Zeiten eines abnehmenden Arbeitskräftepotenzials eine Arbeitszeitverkürzung zu fordern, zeugt von wenig Verständnis für wirtschaftliche Notwendigkeiten“, so Rein.

 

Für die Unternehmen werden aufgrund volatiler Märkte und stark schwankenden Rohstoffpreise die Reaktionszeiten immer kürzer, daher brauchen sie flexible Rahmenbedingungen gerade auch im Bereich der Arbeitszeiten.

 

Schlechtes Beispiel Frankreich

Das SPÖ-Modell würde die Standortqualität Österreichs aufs Spiel setzen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Unternehmen schwächen. Wirtschaftskammer-Präsident Rein verweist auf die Situation in Frankreich. „Die dortige Situation sollte uns ein abschreckendes Beispiel sein“, so WKV-Präsident Rein. Frankreich habe mit der Verkürzung der Arbeitszeiten seine Wettbewerbsfähigkeit nicht verbessert, sondern sogar deutlich verschlechtert, statt Beschäftigung zu schaffen wurden in Frankreich durch die Arbeitszeitverkürzung Jobs abgebaut. 

 

„Es ist ein Irrglaube, dass grundsätzlich durch eine Arbeitszeitverkürzung Arbeit einfach auf mehr Arbeitskräfte verteilt werden kann. Eine derartige Belastung für die heimischen Unternehmen in einer derzeit sensiblen Konjunktur-Phase anzudenken, ist eine rückwärtsgewandte Idee, die von uns nachdrücklich abgelehnt wird“, erklärt Manfred Rein.

 

Während unser vergleichbares Nachbarland Schweiz kürzlich mit breiter Mehrheit eine Verlängerung des Urlaubsanspruchs abgelehnt hat, findet die SPÖ offenbar Zeit, sich mit einer wettbewerbsschädigenden Arbeitszeitverkürzung zu beschäftigen.

Den Unternehmen müssen vielmehr Spielräume erhalten bleiben, um auch in schwierigen Zeiten die Beschäftigungszahlen hochhalten zu können, betont der Wirtschaftskammerpräsident.