„Heute Abend setzen Sie sich die Krone des Handwerks auf. Mit dieser Ausbildung haben Sie den Grundstein für ein erfolgreiches und erfülltes Berufsleben gelegt“, beglückwünschte Gewerbeobmann Georg Steixner die Jungmeisterinnen und Jungmeister aus 28 verschiedenen Berufsgruppen. Für Steixner stehen die „Meister ihres Faches“ für die Stärke des Handwerks und seine Bedeutung für Tirol. Deshalb forderte er auch entsprechende Unterstützung seitens der Politik ein: „Anders als Schüler und Studenten müssen die Meister ihre teure Ausbildung selbst finanzieren. Eine Förderung − etwa in Form einer einmaligen Prämie − wäre nur fair und gerecht!“
Gleichstellung der Meisterausbildung mit schulischen Ausbildungen
In die gleiche Kerbe schlägt WK-Präsident Jürgen Bodenseer, als bekennender Fan des Handwerks: „Ich habe mir fest vorgenommen, eine Gleichstellung der Meisterausbildung mit den schulischen Ausbildungen zu erreichen“, verspricht Bodenseer, „weil es nicht einzusehen ist, wieso ein Meister im Gegensatz zu einem Bachelor oder einem Master seine Ausbildung selber zahlen muss. Auch sehe ich nicht ein, wieso ein Meistertitel in Österreich nicht zu einem Studium berechtigt, wie das in Deutschland bereits der Fall ist.“ Den frischgebackenen Meisterinnen und Meistern, die nun in der „Champions League der Wirtschaft“ spielen, gab Bodenseer den Tipp mit auf den Weg, mutig und auch manchmal etwas „crazy“ zu sein: „Wer den Mut hat Dinge anders zu sehen und Dinge anders anzugehen, hat gute Chancen erfolgreich zu sein.“
Rund 60 Prozent der neuen Meister werden sich selbstständig machen
Auch Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Steixner würdigte die Leistung und das Engagement der frischgebackenen Meisterinnen und Meister: „Der Grund dafür, dass Tirol in den vergangenen Jahrzehnten eine derart positive Entwicklung erleben konnte, sind motivierte Menschen wie Sie, die ihrer Arbeit mit Begeisterung und Freude nachgehen. Das ist auch in Zukunft wichtig, denn in der globalisierten Welt, können wir uns nur mit guter Ausbildung und mit Qualität in Szene setzen“, unterstrich auch LH-Stv. Anton Steixner den Stellenwert der Meisterausbildung und versprach den Jungmeistern, von denen sich in der Regel rund 60 Prozent im Laufe der Zeit selbstständig machen, für noch bessere Rahmenbedingungen zu sorgen.

LH-Stv. Anton Steixner, Spartenobmann Georg Steixner und WK-Präsident Jürgen Bodenseer (hinten, von links) gratulierten im Kurhaus Hall 150 Jungmeisterinnen und Jungmeistern – darunter Franz Bliem, Johannes Wörz und Nikolaus Taxer (vorne, von links), die ihre Prüfung mit Auszeichnung bestanden haben.
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