Deutliche Exportzuwächse erwartet, weitere Abkommen werden angestrebt
Am 15. Mai 2012 ist das Freihandelsabkommen zwischen den USA und Kolumbien in Kraft getreten. Für 81,8% der kolumbianischen Produkte muss die USA keinen Zoll mehr bezahlen und im Gegenzug wurde der Zoll von 99,9% der Produkte der Vereinigten Staaten für Kolumbien beseitigt.
Im Vergleich zum Jahr 2010 sind die Exporte Kolumbiens in die Vereinigten Staaten um 28,4% auf 21.720 Millionen USD angestiegen während die Importe aus den USA um 30,5% auf 13.022 USD angestiegen sind.
Durch das Freihandelsabkommen erwartet Kolumbien sich die Schaffung von 380.000 neuen Arbeitsplätzen, einen Anstieg der Exporte im ersten Jahr um etwa 25%, wie dies bei Peru nach Abschluss des Freihandelsabkommens mit den USA der Fall war, rund 500 neue Exportprodukte und einen Investionszuwachs von über 19% in Kolumbien. Einige Sektoren wie der Reisanbau und die Geflügelzucht werden jedoch unter dem Abkommen auch leiden, weshalb zum Beispiel für den Reis ein Einfuhrzoll von 80% festgelegt wurde.
Mit dem Freihandelsabkommen mit den Vereinigten Staaten werden auch noch weitere Türen geöffnet, wie etwa die zum Forum der APEC (Asia-Pacific Economic Cooperation). 9 der 21 APEC-Staaten sprechen sich für die Gründung einer transpazifischen Freihandelszone aus, welcher auch Kanada, Mexiko und Japan beitreten wollen und welche sich zur weltweit wichtigsten Freihandelszone entwickeln könnte. Kolumbien hat sowohl Interesse für diese Freihandelszone (TPP) als auch für die Mitgliedschaft bei der APEC ausgesprochen.
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