WKÖ-Klacska trifft auf Einladung von Verkehrssprecher Pirker Vertreter der Donauanrainerstaaten
Der Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich Alexander Klacska traf gestern auf Einladung von Hubert Pirker, Verkehrssprecher der ÖVP im Europäischen Parlament, mit EU-Parlamentariern aus den Donauanrainerstaaten Österreich, Deutschland, Slowakei und Bulgarien zusammen, um gemeinsam die optimale Umsetzung der Donauraumstrategie voranzutreiben. „Angesichts der Prognose der EU-Kommission, dass der Güterverkehr bis 2050 um 80% und der Personenverkehr um 50% im Vergleich zu 2009 ansteigen werden, müssen jetzt die die richtigen verkehrs- und regionalpolitischen Entscheidungen getroffen werden“, erläutert Klacska.
„Industriebetriebe dürfen nicht in Randgebiete gedrängt werden. Ihre Ansiedlung an europäischen Verkehrsknotenpunkten und an wünschenswerten Verkehrsträgern muss regionalpolitisch gefördert werden. Die Binnenschifffahrt auf der Donau hat bei einer Kapazitätsauslastung von 15% das Potential, ihre Position als wettbewerbsfähiger, sicherer, energieeffizienter und verlässlicher Verkehrsträger, der von den Kunden gerne gewählt wird, auszubauen“, so Klacska weiter. „Dazu müssen die Rahmenbedingungen auf der gesamten Donaustrecke stimmen: essentiell ist eine Integration in moderne Logistikketten, eine ganzjährig verlässlich verfügbare Abladetiefe von 25dm und die Förderung von Investitionen in die Schiffsflotte sowie in Ausbildung.“
Vernetzung von Politik und Wirtschaft
"Diesen Herausforderungen kann nur gemeinsam begegnet werden“, schließt Pirker an. „Im EU-Parlament bemühe ich mich um Vernetzung der Akteure in Politik und Wirtschaft. Die EU-Donauraumstrategie und der Donaukorridor als Teil der Transeuropäischen Verkehrsnetze sind für die Weiterentwicklung der Donau als Wasserstraße entscheidend. Ich setze mich bei den Verhandlungen für effizente Anreizsysteme bei den EU-Förderungen ein, um die Wirtschaft ins Boot zu holen.“
In die Lage hinsichtlich der Schifffahrtsbeschränkungen auf der ungarischen Donau scheint Bewegung gekommen zu sein. „Auf Grund massiven Drucks der WKÖ und unserer europäischen Partner, die wir zur Unterstützung mobilisiert haben, kam es zu einer Änderung der umstrittene Rechtsvorschrift, die in der Folge zu Beeinträchtigungen der Wettbewerbsfähigkeit des Verkehrsträgers durch Kapazitätseinschränkungen um bis zu 50% geführt hat“, zeigt sich Klacska erfreut über den Erfolg. „Es bleibt allerdings noch abzuwarten, ob die Umsetzungspraxis unseren Forderungen tatsächlich entspricht“ so Klacska abschließend. (us)
Rückfragen:
Wirtschaftskammer Österreich
Bundessparte Transport und Verkehr
Mag. Nora Kutzbach-Berger, LL.M.
T 05 90 900-3298
E nora.kutzbach-berger@wko.at
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