Drei Kärntner Export-Preisträger sind gekürt

17.07.2012
Peter Schöndorfer

Im Rahmen des 10. Kärntner Exporttages konnten Raiffeisen und Wirtschaftskammer heuer mehr als 300 Exportinteressierte begrüßen. Exportpreise gingen an Active Pho-tonics, CMS electronics GmbH und die Treibacher Industrie AG.

   

 

Vor vollem Haus zeichneten der Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten, Franz Pacher, Raiffeisen Landesbank-Vorstandssprecher Peter Gauper und der Spartenobmann des Kärntner Handels, Jürgen Mandl, die drei Gewinnerfirmen zum Kärntner Exportpreis aus. Gewürdigt werden Unternehmen, die in besonderer Weise mit Mut und Erfolg die Chancen genutzt und durch Qualität den Ruf Kärntner Produkte und Dienstleistungen im Ausland gestärkt haben.

Die Kärntner Export-Preisträger
§ In der Kategorie „Kleinbetriebe“ heimste die Active Photonics den Kärntner Exportpreis 2012 ein. Active Photonics entwickelt Wärmebildkameras und Helmkameras für Feuerwehrhelme. Eine der Stärken ist es, auf die wachsenden Anforderungen der Feuerwehren schnell zu reagieren. Der Exportanteil des Villacher Unternehmens beträgt 92 Prozent.
§ Bei den „Mittelbetrieben“ setzte sich CMS electronics GmbH durch. CMS electronics beschäftigt 130 Mitarbeiter und bietet unter dem Leitspruch „Electronics all inclusive!“ Elektronik-Module und Systeme von der Entwicklung über Herstellung bis zur Endmontage an.
§ In der Kategorie „Großbetriebe“ wurde die Treibacher Industrie AG von der Jury unter der Leitung des Klagenfurter Uni-Professors Ralf Terlutter auf das Stockerl gewählt. Treibacher Industrie AG wurde 1898 von C.A. von Welsbach gegründet und ist heute weltweit führend in den Geschäftsfeldern Hochleistungskeramik, Hartmetalle, Seltene Erden und Chemikalien sowie Stahl- und Gießereiindustrie.
 
Nur die Wirkung zählt.
Für den international renommierten Experten für Zukunftsmanagement und Vorstand der FutureManagementGroup AG, Pero Micic, gibt es verschiedene Sichtweisen auf die Zukunft, die er die fünf Zukunftsbrillen nennt. „Sie machen es Unternehmern leichter, mehr von der Zukunft zu sehen und zu verstehen als die Konkurrenz. Ein gutes Zukunftsmanagement kann die Erfolgsaussichten signifikant erhöhen“. Ohne nutzenorientierte Ausrichtung der Unternehmen sei in Zukunft kein Geschäft mehr zu machen. „Menschen zahlen nur für die Wirkung. Die Wirkung ist, was der Mensch haben will“, betonte er in seinem Vortrag.
 
Der Export ist die wichtigste Säule der heimischen Wirtschaft
Exportierende Unternehmen spielen in der Kärntner Wirtschaft eine wichtige Rolle. „Durch den Export von Waren, Know-how und Dienstleistungen wurden im Jahr 2011 mehr als sieben Milliarden Euro in Kärnten erwirtschaftet“, bekräftigte Präsident Pacher. „2.500 Kärntner Unternehmen sind international tätig. Und Kärnten verzeichnet einen jährlichen Exportüberschuss von einer Milliarde Euro“, ergänzt Meinrad Höfferer, Leiter Außenwirtschaft und EU der Wirtschaftskammer Kärnten.
 
Chancen wahrnehmen
Der Export ist ein breites Betätigungsfeld für Unternehmen, wie Peter Gauper einstimmte: „Wir wollen mit dieser Veranstaltung Mut machen, Grenzen zu überschreiten. Kärnten hat hervorragende Unternehmen. Unser Exporttag bildet die Möglichkeit, mit neuen Märkten in Kontakt zu kommen, Wohlstand zu erwirtschaften und Arbeitsplätze zu schaffen. Raiffeisen betreut die Hälfte der insgesamt 27.000 Kärntner Unternehmen.“ Die Preisträger sollen andere Unternehmen animieren, ebenfalls ihre Chancen zu erkunden und neue Märkte zu erschließen. 
 
Wirtschaftsdelegierte aus der ganzen Welt.
Ein weiterer Top-Act waren die Workshops und Sprechtage mit den österreichischen Wirtschaftsdelegierten. Insgesamt 22 WKÖ-Experten warteten mit Wirtschaftswissen für mehr Geschäfte auf sechs Kontinenten auf. In Summe wurden über 200 Einzelgespräche geführt und 120 Personen nahmen an den Export-Workshops teil. 
 
Informationen:
Raiffeisen Landesbank Kärnten
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Leitung Marketing / Vertrieb
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