Berufsorientierung an Schulen - Forderung der Wirtschaft endlich umgesetzt

22.06.2012
Mag. Petra Duhm / Mag. Bernhard Salzer

Landertshammer: Verpflichtendes Unterrichtsfach „Berufsorientierung“ in NMS ab Herbst richtiger Schritt – weitere Maßnahmen müssen aber noch folgen

   

Die Wahl des passenden Berufes bzw. der optimalen Ausbildung ist eine der wichtigsten Entscheidungen für junge Menschen. Diese soll entlang der Begabungen und Talente und unabhängig vom familiären, sozialen und regionalen Hintergrund getroffen werden. Eine rechtzeitige Information und Beratung ist wichtig, um Jugendlichen dabei zu helfen eine optimale Entscheidung zu treffen. „Ab Herbst 2012 wird mit der Einführung eines eigenen Unterrichtsgegenstandes Berufsorientierung an allen Neuen Mittelschulen (NMS) endlich einer langjährigen Forderung der Wirtschaftskammer Rechnung getragen“, betont Michael Landertshammer, Leiter der Abteilung für Bildungspolitik der WKÖ.

Für den  Lehrplan der Neuen Mittelschule gilt ab Herbst 2012:

• Berufsorientierung ist als eigener Unterrichtsgegenstand im Ausmaß von mindestens einer Wochenstunde verpflichtend vorgesehen.
• Diese Wochenstunde kann in der dritten oder vierten Klasse positioniert oder auf die beiden Schulstufen aufgeteilt werden. 
• Zusätzlich zu dieser einen Wochenstunde sind 32 Jahresstunden in den Unterricht von Pflichtgegenständen zu integrieren.

Landertshammer: „Wir sind zuversichtlich, dass das Unterrichtsministerium nun auch weitere Forderungen der WKO in Angriff nimmt. Wichtig wäre vor allem die Stärkung der Lehrerausbildung, um die Qualität der Berufs- und Bildungsberatung zu verbessern.“ Dazu wäre es notwendig, an Pädagogischen Hochschulen und an Universitäten eine Basisausbildung „Berufsorientierung“ verpflichtend zu integrieren und für aktive Lehrer sind entsprechende Weiterbildungen anzubieten. (BS)









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Wirtschaftskammer Österreich
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Mag. Petra Duhm
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