Junge Wirtschaft (JW) startet Kampagne für weniger Schulden und mehr Zukunft
„In der Alpenrepublik Österreich wachsen die Schuldenberge in den Himmel und die Zukunft der Jungen geht den Bach hinunter. Damit muss jetzt Schluss sein. Deshalb haben wir eine Kampagne gestartet, die eine ganz klare Botschaft hat: Schulden runter – Zukunft rauf“, betont Markus Roth, Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft, im Rahmen des Forum Zukunft, heute Freitag in Wien. Die heimischen Jungunternehmer möchten mit dieser Kampagne die Politik noch stärker als bisher auf die Schuldenproblematik sowie ihre Folgen aufmerksam machen und fordern entschiedene Schritte. „Schulden vernichten Zukunft. Die Generationengerechtigkeit bleibt immer mehr auf der Strecke! Die Politik muss endlich aufwachen und dieses Faktum anerkennen. Wir Jungen haben nicht vor, dieses Spiel länger mitzuspielen“, so Roth weiter. Die Funktionärinnen und Funktionäre der Jungen Wirtschaft werden in den nächsten Wochen Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in ganz Österreich besuchen, um auf die gravierenden Probleme in einem persönlichen Gespräch hinzuweisen.
Jugend fordert mehr Tempo
Als erste hochrangige Unterstützerin der Kampagne appelliert WKÖ-Generalsekretärin Anna-Maria Hochhauser: „Dass die Jungen angesichts so wesentlicher Themen ungeduldig werden und mehr Tempo bei längst anstehenden Maßnahmen einfordern, ist verständlich – schließlich geht es um ihre Zukunft. So ist etwa die demographische Entwicklung für das staatliche Pensionssystem eine tickende Zeitbombe, die sich nur durch eine rasche Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters entschärfen lässt. Jetzt richtungsweisende Schritte zu setzen, sind wir unserer nächsten Generation schuldig.“
Schulden stehlen Mittel für Zukunftsinvestitionen
Österreichs Schuldenstand beträgt mehr als 217 Milliarden Euro. Alleine an Zinsen bezahlt die Republik pro Jahr mehr als 7,7 Milliarden Euro zurück, was wiederum durch neue Schulden finanziert wird. „Das ist ein Teufelskreis, aus dem wir aussteigen müssen. Statt die Schulden durch Ineffizienzen in der Verwaltung oder ein reformbedürftiges Pensionssystem noch weiter explodieren zu lassen, brauchen wir Zukunftsinvestitionen in den Bereichen Bildung oder Forschung“, unterstreicht Roth.
Ausgabenseitige Budgetsanierung und umfassende Verwaltungsreform
Lösungsansätze liegen ausreichend am Tisch, wie etwa die 599 Vorschläge des Rechnungshofs, die noch nicht einmal ansatzweise umgesetzt sind. „Es gibt keine Ausreden mehr für die Politik! Vorschläge gibt es genug. Es braucht eine ausgabenseitige Budgetsanierung, durch die Abschaffung von strukturellen Doppelgleisigkeiten sowie eine umfassende Verwaltungsreform, und endlich Maßnahmen zu einer ernstgemeinten und echten Pensionsreform“, fordert Roth abschließend. (ES)
Rückfragen:
Wirtschaftskammer Österreich
Junge Wirtschaft
Mag. Roman Riedl
Tel.: +43/05 90 900-3508
E-Mail: roman.riedl@wko.at
Informationen zum Thema
Ihre Meinung ist gefragt
Geben Sie hier Ihre Bewertung ab.
Möchten Sie den Artikel kommentieren,
melden Sie sich bitte an
.
Ihre Bewertung:

