Osteuropa-Engagement der österreichischen Wirtschaft ist Erfolgsstory und sollte jetzt nicht madig gemacht werden
„Warum auch immer negative Befindlichkeiten von AK-Direktor Werner Muhm vor allem gegenüber dem Finanzministerium zu bestehen scheinen , abzulehnen ist aber, dass er jetzt offensichtlich versucht, die österreichischen Banken für seine Zwecke zu instrumentalisieren.“ WKÖ-Generalsekretärin Anna-Maria Hochhauser weist insbesondere die jüngste Kritik von Muhm am Osteuropa-Engagement der Banken zurück: „ Osteuropa ist unterm Strich eine Erfolgsstory, auch wenn viele das nicht wahrhaben wollen. Die Banken haben Österreichs Industrie, Gewerbe und Handel in Osteuropa begleitet und dadurch beigetragen, dass Arbeitsplätze auch in Österreich gesichert und geschaffen wurden. Das sollte jetzt nicht madig gemacht werden.“ Auch der Nobelpreisträger Paul Krugman sei bei der Einschätzung der Ostrisken schon daneben gelegen und habe daher seine negative Meinung revidiert. Bei aller Kritik und Befindlichkeit sollte auch Muhm auf die internationale Reputation Österreichs achten.
Über jeden der einzelnen Punkte von Muhm – Bankenunion, Insolvenzrecht, Einlagensicherung etc. – könne man selbstverständlich seriös diskutieren. Hochhauser gibt allerdings zu bedenken, dass die Finanz- und Staatsschuldenkrise ein europäisches Problem ist und daher auch – entgegen der Ansichten von Muhm - weitgehend eines europäischen Lösungsansatzes bedarf. (RH)
Rückfragen:
Wirtschaftskammer Österreich
Abteilung für Finanz- und Handelspolitik
Dr. Ralf Kronberger
Telefon: +43 (0)5 90 900 4267
E-Mail: Ralf.Kronberger@wko.at
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