Rohstoffindustrie: Kein echtes Wachstum ohne Rohstoffsicherheit!

27.06.2012
DI Roman Stiftner / Mag. Ulrike Sangeorzan-Sporer

Fairer Zugang zu globalen Ressourcen und Gewinnung in Europa als zentrale Komponenten - Rohstoffindustrie zu Europäischem Rat

   

„Rohstoffpolitik ist Wachstumspolitik. Die Rohstoffindustrie ist die Basis für wirtschaftliches Wachstum und neue Arbeitsplätze in Europa. Denn ohne  ausreichend Ressourcen für die Wirtschaft, wird auch das von der Politik angestrebte Wachstum ausbleiben“, erklärt Roman Stiftner, Generalsekretär der European Mineral Resources Conference und Geschäftsführer des Fachverbandes Bergwerke und Stahl in der WKÖ anlässlich des Europäischen Rats. Die Staats- und Regierungschefs suchen von 28. bis 29. Juni nach Wegen, um das Wirtschaftswachstum in Europa anzukurbeln und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die europäische Rohstoffindustrie sichert nicht nur zahlreiche Arbeitsplätze in der EU, sondern schafft mit ihren Produkten die Grundlage für andere Industriezweige. Deshalb müssen Maßnahmen für eine echte und wirksame Ankurbelung der Wirtschaft auch die Versorgung mit leistbaren Rohstoffen mitberücksichtigen.

Friesenbichler: Rohstoffversorgung sicherstellen - Langstreckendistanz statt Hürdenlauf

„Wir dürfen bei dieser Frage nicht auf die globale Komponente vergessen. Durch den steigenden Bedarf in den Schwellenländern sind wir bereits jetzt mit einem weltweiten Wettlauf um Rohstoffe konfrontiert. Dabei muss Europa achten, nicht ins Hintertreffen zu geraten“, so Franz Friesenbichler, Obmann des Fachverbandes Bergwerke und Stahl und Geschäftsführer der Imerys Talc Austria GmbH weiter. In der Folge ist es notwendig, dass Europa sich einen fairen und leistbaren Zugang zu globalen Ressourcen sichert. Ansonsten droht eine Unterversorgung der Industrie, was wiederum Wachstum hemmt und Arbeitsplätze gefährdet. Neben der Versorgung von außen, ist auch die Erschließung von Rohstoffen innerhalb Europas auszubauen. „Wir müssen die eigene Gewinnung ausbauen. In diesem Bereich sind wir derzeit noch auf einem Hürdenlauf-Parcours unterwegs, der dringend geebnet werden muss, um die europäische Rohstoffindustrie auf der standortpolitischen Langstreckendistanz halten zu können“, betont Friesenbichler. 

Europäische Rohstoffkonferenz: 19. bis 21. September in Leoben

Im Rahmen der European Mineral Resources Conference (EUMICON) werden sich hochkarätige Panels u.a. mit genau diesen Themen befassen. Hochkarätige internationale Experten, EU- und nationale Politiker, Wissenschaftler und Wirtschaftslenker erarbeiten im Rahmen der EUMICON 2012 Antworten und Lösungsansätze auf zentrale Fragestellungen. Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz wird das Thema Ressourceneffizienz und Recycling sein.  (us)








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