Neue EU-Studie zeigt Potentiale zur Energieeinsparung bei Rechenleistung
Die Ergebnisse einer aktuellen öffentlich zugänglichen EU-Studie zeigen große Potentiale zur Energieeinsparung von Rechenzentren auf: in mehreren Rechenzentren, u.a. in Stuttgart, wurden im Rahmen des EU-Projekts "Games" (Green Active Management for Energy in IT Service Centres) Maßnahmen entwickelt, die die Effizienz von IT-Infrastruktur deutlich erhöhen.
Design Time Environment (DTE), Energy Sensing and Monitoring Infrastructure (ESMI) und Run Time Environment (RTE) bilden die drei Kernelemente der "Games"-Methode. Stromeinsparungen von bis zu einem Viertel lassen sich so allein durch optimalen Einsatz von Sensorik und Monitoring in Verbindung mit smarter Analyse und Regelung von Rechenzentren realisieren, ohne dass die Leistung von Anwendungen beeinträchtigt wird.
Während konventionelle Rechenzentren bisher neben dem Betrieb der Informationstechnik nochmal die gleiche Energiemenge für Kühlung und Klimatisierung aufwenden müssen, werden diese "Nebenleistungen" immer energieeffizienter und erfordern bei modernen "state of the art"-Rechenzentren nur noch 10-20% Zusatzenergie. Große Rechenzentrenbetreiber erreichen dies durch kontrolliert höhere Betriebstemperaturen und konsequente Trennung von Kalt- und Warmgängen in der Infrastruktur. Durch derartige Optimierung von Kühlung und Klimatisierung fiel der Anteil der Rechenzentren am Stromverbrauch seit 2008 um 4%.
Weitgehend ungehobene Potentiale stecken in den IT-Kernprozessen selbst. Der Trend führt zunehmend zu besserer Auslastung von IT-Infrastruktur durch Minimierung von Leerlauf und energieoptimierte Abarbeitung von Algorithmen. Zukünftig werde auch die gezielte Entwicklung jeder einzelnen Anwendung in Hinblick auf Energieeinsparung immer bedeutender.
Eine Dokumentation der Projektergebnisse ist online verfügbar.
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