Spritpreisdiktat führt zu Mitarbeiterabbau bei Tankstellenbetreibern

05.07.2012
Presse und Medienmanagement

Grund dafür ist Verbot, Preise autonom zu kalkulieren

   

Österreichs Tankstellenbetreiber geraten zunehmend unter Druck. Dabei kann man in Österreich so günstig tanken wie fast nirgendwo in Europa. Der Netto-Dieselpreis ist der drittgünstigste in der EU und Benzin tankt man nur in Rumänien günstiger. Mittlerweile geraten in Wien die kleinen und mittelständischen Tankstellenbetreiber derart unter wirtschaftlichen Druck, dass Arbeitsplätze gestrichen werden müssen. Das führt mittelfristig dazu, dass das Serviceangebot reduziert werden muss – Full-Service-Tankstellen sperren zu, unpersönliche Automatentankstellen werden zunehmen.Mittlerweile geraten in Wien die kleinen und mittelständischen Tankstellenbetreiber derart unter wirtschaftlichen Druck, dass Arbeitsplätze gestrichen werden müssen

Billiger Populismus

„Innerhalb der EU ist Österreich ein Billigspritland – staatliche Preisregulierungen führen jetzt dazu, dass immer mehr Tankstellen zusperren müssen. Jeder Cent, den man den Tankstellenbetreibern abzwingt, geht zulasten der Servicequalität und somit zulasten des Verbrauchers und der Verkehrssicherheit. Denn Dienstleistungen an Servicetankstellen wie beispielsweise Reifendruck kontrollieren, Scheibenreinigung, Ölstandkontrolle sind bei Automatentankstellen nicht verfügbar“, sagt Klaus Brunnbauer, Fachgruppenobmann der Wiener Garagen- und Tankstellenunternehmen, und meint weiter „die Politik sollte sich nicht durch billigen Populismus in ihrem Handeln beeinflussen lassen, sondern vielmehr klug im Interesse der Konsumenten, Wirtschaftstreibenden und Tankstellenbetreiber agieren.“