WKÖ-Klacska und WKÖ-Mosser erfreut über erfolgreiche Interessenvertretung der WKÖ gegenüber der ungarischen Regierung
Die Wirtschaft freut sich über einen Verhandlungserfolg, der den Schifffahrtsbetrieb auf der ungarischen Donau wesentlich erleichtert. „Wir freuen uns, dass wir die ungarische Regierung dazu bewegen konnten, die Verordnung von Februar 2012, die zu gravierenden Einschränkungen der Binnenschifffahrt auf der Donau geführt hat, nun endlich aufzuheben“, so der Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Alexander Klacska.
Negative Auswirkungen der Beschränkungen
Zuvor hatte die ungarische Verkehrsbehörde eine Maximalgrenze von 4 bzw. 6 Bargen und einen Tiefgang von 2,50 m festgelegt - und dies unabhängig von den tatsächlichen Wasserständen. Diese Beschränkungen stellten ein Unikum in der europäischen Binnenschifffahrt dar und hatten erhebliche negative Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit des Schifffahrtsbetriebs auf der Donau.
„Diese Beschränkungen führten zu einer Reduzierung der Ladekapazität um bis zu 50 Prozent“, ergänzt Wolfram Mosser, Berufsgruppenobmann der Schifffahrt in der WKÖ. „Für die Donauschifffahrt sind solche Beschränkungen existenzbedrohend.“ Nun hat die ungarische Verkehrsbehörde eine neue Verordnung erlassen, mit der die gröbsten Beschränkungen aufgehoben wurden. „Es bleibt zu hoffen, dass die auf dem Papier wiedergewonnene freie Fahrt auch in der Praxis gewährt wird“, gibt sich Mosser vorsichtig optimistisch.
Erfolg durch gemeinsames, koordiniertes Vorgehen
Klacska: „Ich möchte mich auf diesem Weg bei unseren europäischen Partnern bedanken, die uns gegenüber der ungarischen Regierung unterstützt haben. WKÖ-Präsident Leitl hat sich im Namen der gesamten Wirtschaft und insbesondere der Verkehrswirtschaft und der verladenden Industrie an die österreichische Bundesregierung, EU-Kommissare Johannes Hahn für Regionalpolitik und Siim Kallas für Verkehrspolitik sowie an Europäische Dachverbände gewendet und sie um Unterstützung auf europäischer Ebene ersucht. Nur durch gemeinsames, koordiniertes Vorgehen konnte dieser Erfolg erreicht werden. Mein persönliches Gespräch mit Premierminister Viktor Orbán und dessen Staatssekretär Péter Szijjártó Mitte Mai scheint den letzten Anstoß zur Aufhebung der ungarischen Verordnung gegeben zu haben“.
„Dies ist ein Erfolg für die Binnenschifffahrt, die bei Vorhandensein der entsprechenden Rahmenbedingungen das Potential eines umweltfreundlichen, energieeffizienten, sicheren und verlässlichen Verkehrsträgers hat. Die Voraussetzungen hierfür sind die Integration in moderne Logistikketten, der Ausbau der Hinterlandverbindungen, die Beseitigung der nautischen Engpässe auf der Donau, ganzjährig kalkulierbare und wettbewerbsfähige Abladetiefe von 25 dm sowie eine Reduktion der Schleusenrevisionszeiten“, so Klacska und Mosser abschließend. (PM)
Rückfragen:
Wirtschaftskammer Österreich
Bundessparte Transport und Verkehr
Dr. Erik Wolf
Tel.: (+43) 0590 900-3251
E-Mail: bstv@wko.at
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