Neue Ausschreibungen geben finanziellen Rückenwind im Technologiebereich – Anteil der Wirtschaft soll bei Horizon 2020 steigen
‚Mit den heute veröffentlichten Ausschreibungen in vielen für die Wirtschaft relevanten Technologiefeldern geht das 7.EU-Forschungsrahmenprogramm (2007-2013) in die große Schlussrunde. Heimische Unternehmen, die in den kommenden ein bis drei Jahren F&E-Projekte in Kooperation mit europäischen Partnern abwickeln wollen, haben gute Chancen auf den finanziellen Rückenwind der EU“, betonte heute, Montag die Vizepräsidentin der Wirtschaftkammer Österreich, Martha Schultz, im Rahmen einer Pressekonferenz Seit 2007 konnten österreichische Unternehmen in mehr als 500 Projekten von EU-Förderungen partizipieren. Von den bisher 647 Mio. Euro, die in Österreich in den Jahren 2007 bis 2012 an Förderungen vertraglich zugesagt wurden, gingen über 140 Mio. Euro an heimische Unternehmen. „Jetzt können sich unsere Betriebe mit ihren Partnern noch ein gutes Stück der ca. acht Milliarden europäischer Forschungsförderungsmittel holen. Es gilt jetzt die geplanten Projekte fertig zu definieren und die Anträge fristgerecht einzubringen. Die Fristen enden, je nach Ausschreibung, meist im Herbst oder gegen Jahresende“, unterstreicht Schultz,.
Kompetenter one-stop-shop
Für das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm werde über den Gesamtzeitraum mit Rückflüssen von knapp 1 Milliarde Euro nach Österreich gerechnet. Damit die heimischen Antragsteller in diesem Programm erfolgreich sind, stellt die FFG in bewährter Weise die kompetente Beratung und Betreuung von Antragstellern und Projektteilnehmern. So steht heimischen Unternehmen und Forschern hier ein kompetenter one-stop-shop für die Förderung der internationalen Forschungs- und Technologiekooperation zur Verfügung, dessen Expertise und Erfahrung den Antragstellern gute Chancen für eine hohe Beteiligung und den Erfolg von Anträgen sichern soll, so Schultz.
Viele heimische Unternehmen sind in ihrem Geschäftsbereich in der technologische Spitzengruppe oder sogar weltweit Technologieführer. Durch die Zusammenarbeit mit europäischen Forschungspartnern können sie ihren Innovationsvorsprung rascher und kostengünstiger ausbauen und schneller am Markt umsetzen. Das Motiv für ein europäisches F&E-Projekt besteht oft auch im Zugang zu Netzwerken von Wissenschaftern und Unternehmenspartnern, in der Risikoteilung bei großen Projekten und in der möglichen Verkürzung der Entwicklungszeit.
Nachfolgeprogramm ‚Horizon 2020‘
Schultz zur Zukunft der Europäischen Forschungsförderung: „Die Europäische Kommission hat mit ‚Horizon 2020‘ ein Nachfolgeprogramm für den Zeitraum 2014-2020 vorgeschlagen, das vielen Anliegen der Wirtschaft Rechnung tragen soll. Jetzt müssen die Verhandlungen mit den EU-Ländern und dem Europäischen Parlament sicherzustellen, dass die geplanten Schritte bei der Vereinfachung, bei der Berücksichtigung der Marktüberleitung und für eine noch leichtere Beteiligung von Unternehmen gesichert werden. Dem Europäischen Parlament kommt hier eine wichtige Rolle zu.“ Aus Sicht der Wirtschaft sei wünschenswert, dass ihr Anteil an den Mittelrückflüssen deutlich steige. Mit einer höheren Beteiligung von Unternehmen sollen davon 40 Prozent an Betriebe gehen - heute ist es ein knappes Viertel". (us)
Rückfragen:
Wirtschaftskammer Österreich
Stabsabteilung Wirtschaftspolitik
Mag. Rudolf Lichtmannegger
Tel.: +43 (0)5 90 900 4411
E-Mail: rudolf.lichtmannegger@wko.at
Informationen zum Thema
Ihre Meinung ist gefragt
Geben Sie hier Ihre Bewertung ab.
Möchten Sie den Artikel kommentieren,
melden Sie sich bitte an
.
Ihre Bewertung: