„Der positive Bescheid zugunsten der dritten Piste ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg des Flughafen Wien zu einem international relevanten Player. Die zusätzliche Piste würde den Wirtschaftsstandort Wien und seine Drehscheiben-Funktion zwischen Ost-, Mittel- und Westeuropa langfristig absichern“, kommentiert Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, das abgeschlossene UVP-Verfahren. „Nun sind auch die Weichen für die Steigerung der Umsteigepassagiere durch Ausbau des Landstreckennetzes gestellt. Während derzeit täglich nur 8 Direktflüge zu den wichtigsten Businessdestinationen von Mit dem Bekenntnis zur dritten Piste zeigen wir, wie Wien sich in Zukunft präsentieren wird: als moderne und hervorragend erreichbare, internationale Metropole
Wien aus bedient werden, bieten Zürich und München täglich jeweils mehr als 20 Direktflüge an.“
Beschränkte Kapazitäten in Wien
Vor allem für den Tourismus und die tausenden Wiener Betriebe mit Geschäftsbeziehungen im CEE-Raum ist ein leistungsfähiger Flughafen unverzichtbar. Dabei geht auch um den Erhalt der 2. Und 3. Destinationen in den nahen Märkten. „Ohne eine starke Anbindung an Osteuropa würde unser wichtigster Standortvorteil verloren gehen, die Abwanderung in andere Städte mit besseren Verbindungen muss verhindert werden“, sagt Jank. Allein im Vorjahr ist die Zahl der in Wien abgefertigten Flugpassagiere Richtung Osteuropa um 15 Prozent gestiegen. Spätestens 2020 stößt der Flughafen an seine Kapazitätsgrenzen.
Dritte Piste gegen Hub-Konkurrenz
Der Flughafen Wien steht dabei in direkter Konkurrenz zu anderen mitteleuropäischen Flughäfen mit Hub-Funktion, die besonders für Geschäftsreisende von Bedeutung ist. Während derzeit von Wien aus nur 2 Langstreckenflüge in den Fernen Osten gehen, sind es von Zürich aus 6 und vom Flughafen München 8. In die wichtigsten US-amerikanischen Städte geht von Wien aus 1 Flug, von Zürich sind es hingegen 9, von München 7. „Gerade für Businessflieger und Transitreisende sind direkte Flüge zu den wichtigsten Metropolen wichtig. Dazu müssen aber auch die Kapazitäten in Wien zur Verfügung stehen“, sagt Jank.
Verkehrsinfrastruktur als Standortvorteil
In den vergangenen Monaten hatten viele Manager großer, international ausgerichteter Unternehmen bei der Wirtschaftskammer ihre Sorge im Zusammenhang mit dem UVP-Verfahren deponiert. Denn Wiener Unternehmen waren in den 1990er Jahren die ersten im CEE-Raum. Entsprechend groß ist ihr Netz an Filialen und Geschäftspartnern. Jank: „Ein international tätiges Unternehmen hat pro Jahr bis zu 12.000 Flüge von Wien aus. Soll Wiens Wirtschaft auch in Zukunft wachsen, muss die Verkehrsinfrastruktur – allen voran der Flughafen – ebenfalls seine Kapazitäten erhöhen.“ Wien ist derzeit noch Top-Adresse für internationale Ansiedler und Headquarters. In Wien sichern zurzeit etwa 1400 ausländische Investoren über 100.000 Arbeitsplätze. Die rund 300 Headquarters mit konzernübergreifender Funktion beschäftigen in Wien fast 29.000 Menschen. „Mit dem Bekenntnis zur dritten Piste zeigen wir, wie Wien sich in Zukunft präsentieren wird: als moderne und hervorragend erreichbare, internationale Metropole“, sagt Jank.