Innovationen geben den Tirolern Berge

18.07.2012
Marion Witting, MSc

Mit viel Hirnschmalz geht's innovativ und erfolgreich in die Zukunft

   

Lautet die Devise im Unternehmen „Dauerhaft innovativ“ kann der Blick in die Zukunft nur ein positiver sein. Der Schlüssel für die Zukunft ist gefunden!

Wie groß ist der Elan der Tiroler Betriebe? 

Die Wirtschaftskammer Tirol hat dazu eine Umfrage durchgeführt, deren Erkenntnisse in der Studie „Wachstum braucht Innovation“ zusammengefasst sind. Im Mittelpunkt stand die Frage, was Hochinnovative und Innovative (insgesamt 36 %) „anders machen“. In welchen Punkten unterscheiden sie sich von den 64 Prozent der Unternehmen mit einem
größeren, noch ungenutzten Innovationspotenzial?

Betriebliche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

In diesem Bereich wurde in den vergangenen Jahren kräftig aufgerüstet: Die nominellen Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) in Tirol haben sich innerhalb weniger Jahre auf 681 Mio. Euro verdoppelt. Tirol erreichte damit eine F&E-Quote von rund 2,8 Prozent des Bruttoregionalproduktes
und liegt im Bundesländerranking auf Platz drei. Mehr als ein Drittel der Befragten – vor allem die größeren Betriebe – haben Innovationsprozesse schon als Teil der Unternehmensstrategie verankert.

Fehlen: Ressourcen und Unterstützung 

Deutlich seltener betreiben junge und kleinere Unternehmen „Innovation nach Plan“. Es mangelt einfach an Zeit und Geld. Ein Drittel beklagt fehlende Förderungen bzw. zu wenig Information über passende Fördermöglichkeiten. „So gut Tirol bei den generellen F&E-Aktivitäten abschneidet, so groß ist das noch auszuschöpfende Potenzial bei der offensiven Nutzung der Fördermittel“, stellt der Leiter der Abteilung für Wirtschaftspolitik und Strategie, Stefan Garbislander, fest. „2011 flossen nur rund 18 Mio. Euro aus den diversen Programmen der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) nach Tirol. Damit scheinen wir im hinteren Mittelfeld der Bundesländertabelle auf.“ Spitzenreiter Oberösterreich lukrierte dagegen 115 Mio.Euro.

Informationspartner Wirtschaftskammer Tirol

Dass vom Instrument Innovationsscheck relativ wenig Gebrauch gemacht wird, ergänzt Gernot Bock, Leiter der Abteilung für Innovation und Technologie: „Dabei stellt dieses Initiativprogramm vor allem für Klein- und Mittelbetriebe eine tolle Einstiegsmöglichkeit dar“, erklärt er. Wie ein effizientes Innovationsmanagement im Betrieb implementiert werden kann, darüber sollten sich Unternehmen jeder Größenordnung Gedanken machen sind sich Bock und Garbislander einig und verweisen auf die Wirtschaftskammer Tirol als erste Anlaufstelle für alle Auskünfte zum Thema Innovation.

Stärkung des Wirtschaftsstandortes

Die Wichtigkeit neuer Entwicklungen unterstreicht auch Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf und betront dabei, dass das Land Tirol seit Jahren ein Zusammenrücken von Wirtschaft und Wissenschaft fördert. In diesem Rahmen stellt das Land mit der Technologieoffensive Tiroler Lehrlingen und Studierenden im technischen Bereich insgesamt 100 Ausbildungschecks zu je 2.000 Euro zur Verfügung. "Wir wollen bestmöglich ausgebildete Fachkräfte für das Innovations- und Forschungsland Tirol", betont die Landesrätin. Die Einreichfrist wurde nun bis 31.12.2012 verlängert.

Rücklfragen:
Wirtschaftskammer Tirol
Abteilung Wirtschaftspolitik und Strategie
Mag. Stefan Garbislander
T 05 90 90 5-1304
E wirtschaftspolitik@wktirol.at

 

Abteilung Innovation und Technologie
DI Gernot Bock
T 05 90 90 5-1371
E innovation@wktirol.at