Headquarter-Standort Wien immer noch beliebt – Druck wächst aber

19.07.2012
Presse und Medienmanagement

WK Wien baut Dialog mit Headquarters aus - 70% des investierten ausländischen Kapitals in Wien - Im Herbst 1. Headquarter-Kongress in Wien.

   

Seit Anfang 2010 steht die WK Wien in einem aktiven und intensiven Dialog mit ausländischen Investoren und am Wirtschaftsstandort bereits angesiedelten Headquarters. „Wir kennen jetzt ihre Bedürfnisse noch besser. Das ist ganz entscheidend, wenn es darum geht, Wien im internationalen Wettbewerb der Wirtschaftsstandorte noch besser zu In weltwirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es besonders wichtig, auf die Bedürfnisse internationaler Niederlassungen am Standort Wien einzugehen...Deshalb muss sich Wien sowohl durch strategische Standortwerbung als auch gezieltes Branchen- und Clustermarketing klar und deutlich positionierenpositionieren“, sagt Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, und führt weiter aus: „Wir müssen hart daran arbeiten, damit Wien als Standort attraktiv bleibt - nur wegen der Lebensqualität kommen die Unternehmen nicht zu uns.“

Headquarters als Jobmotoren

Wien ist die Investitionshochburg Österreichs. Denn mit über 84 Milliarden Euro konzentrieren sich mehr als 70 Prozent der in Österreich investierten 118 Milliarden Euro ausländischen Kapitals auf Wien. Alleine in den letzten zwei Jahren siedelten sich fünf internationale Unternehmen mit insgesamt mehr als 1.000 Mitarbeitern in Wien an. Der gesamtwirtschaftliche Impact der derzeit rund 1.430 ausländischen Investoren (Minimuminvestition von über 100.000 Euro) ist beachtlich: Sie stellen mit über 102.000 Beschäftigten rund ein Fünftel der Arbeitsplätzen der gewerblichen Wirtschaft. Headquarters, also Niederlassungen mit länderübergreifenden Kompetenzen, sind dabei regelrechte Jobmaschinen. Sie schaffen durchschnittlich dreimal so viele Arbeitsplätze wie Niederlassungen, die nur in Österreich tätig sind. Außerdem sind Jobs bei internationalen Unternehmen überdurchschnittlich gut bezahlt, gesucht werden meist Fachkräfte, Experten und Führungskräfte.

Trends aus den HQ-Besuchen

Die WK Wien hat in den vergangenen zweieinhalb Jahren über 60 international tätige Headquarter in Wien besucht. Viele davon haben eine ähnliche Geschichte. So ist ein ständig laufender Umstrukturierungsprozess charakteristisch für in Wien tätige Headquarter. Speziell in den letzten Jahren erarbeiteten sich viele neben den Kompetenzen für die CEE-Märkte auch die Verantwortung für den Nahen Osten und Nordafrika. Es ist aber nicht nur Wachstum zu beobachten, einige Standortverantwortliche müssen gegenüber den Konzernzentralen immer öfter die Vorteile des Standortes Wien klar kommunizieren und verteidigen. Gründe dafür sind, dass viele Konzerne in den CEE-Ländern selbstständig agierende Niederlassungen aufgebaut haben und durch moderne Kommunikationstechnologien und die virtuelle Vernetzung die Headquarter-Bedeutung sinkt.

Flughafen Wien als Standortvorteil absichern

Der bisher gute Ruf Wiens bei internationalen Investoren und Konzernen beruht zu einem Gutteil auch an den Flugverbindungen von und nach Wien. Alleine im letzten Jahr konnten die Passagierzahlen nach Westeuropa um 7 % und nach Osteuropa um beachtliche 15 % gesteigert werden. Spätestens 2020 stößt der Flughafen jedoch an seine Kapazitätsgrenzen. Das zeigt, dass dem Erhalt und Ausbau des Flughafens Wien als Drehkreuz und Hub für Verbindungen nach Mittel- und Osteuropa höchste Priorität eingeräumt werden muss. Nachdem es nun zu groben Schwierigkeiten beim geplanten Ausbau des Flughafens München kommt, muss der Bau der dritten Piste in Wien deshalb noch vehementer verfolgt werden. „Der positive Bescheid zugunsten der dritten Piste ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg des Flughafens Wien zu einem international relevanten Player. Die zusätzliche Piste würde den Wirtschaftsstandort Wien und seine Drehscheiben-Funktion zwischen Ost-, Mittel- und Westeuropa langfristig absichern“, so Jank.

Zum Wohle des Wirtschaftsstandortes Wien

„In weltwirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es besonders wichtig, auf die Bedürfnisse internationaler Niederlassungen am Standort Wien einzugehen. Sie sichern Arbeitsplätze, sorgen für technologischen Fortschritt, Wachstum und Nachfrage. Deshalb muss sich Wien sowohl durch strategische Standortwerbung als auch gezieltes Branchen- und Clustermarketing klar und deutlich positionieren“, sagt Jank. Gemeinsam mit Headquarters Austria richtet die WK Wien daher im Herbst den 1. Headquarters Congress aus, der die internationale Position Wiens stärken und Werbung für den Standort machen soll.