Das geht aus dem von Land und Wirtschaftskammer veröffentlichten Vorarlberger Wirtschaftsbericht 2011/12 hervor.
Obwohl die Konjunktur in Österreich und weltweit zuletzt wieder an Schwung verloren hat, bewegt sich die Wirtschaft in Vorarlberg auf stabilem Kurs. Das geht aus dem von Land und Wirtschaftskammer veröffentlichten Vorarlberger Wirtschaftsbericht 2011/12 hervor. Die Arbeitsmarktdaten sind weitgehend positiv, Produktions- und Exportzahlen sind hoch und der Tourismus verzeichnet Zuwächse.
Landeshauptmann Markus Wallner, Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser und Wirtschaftskammerdirektor Helmut Steurer werten das als erneute Bestätigung dafür, dass Vorarlbergs Wirtschaft die Krisenjahre 2008 und 2009 gut überwunden und in vielerlei Hinsicht sogar gestärkt daraus hervorgegangen ist.
Innovation wichtiger Wirtschaftsfaktor
Helmut Steurer, Direktor der Wirtschaftskammer Vorarlberg, ging auf die Punkte ein, die diesen positiven Wirtschaftsbericht möglich gemacht haben. Unter anderem sei das die Innovationsfähigkeit der heimischen Unternehmen: „Innovation ist eine der tragenden Säulen der Wettbewerbsfähigkeit. In Vorarlberg investieren die Unternehmen viel in die Forschung. 205 Millionen Euro jährlich, 80 Prozent davon tragen die Unternehmen selbst.“ Aus dieser Forschungs- und Entwicklungsleistung resultieren auch konkrete Produkte, wie man an den Patentanmeldungen ablesen könne, führt Steurer aus. Das würde die Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken. Vorarlberger Betriebe liegen seit Jahren im europäischen Spitzenfeld, was die Innovationskraft betrifft. Es gelte aber weiterhin die einzelbetrieblichen Innovations- und Forschungskompetenzen zu stärken und die betrieblichen Innovationsaktivitäten zu unterstützen, um die Leistungsfähigkeit und den Unternehmenserfolg der Vorarlberger Betriebe weiter zu steigern.
Vergleicht man die Investitionen für Forschung und Entwicklung mit dem erzielten Ertrag, zeichnet sich Vorarlberg im Bundesländervergleich durch eine beachtliche Effizienz aus.
Internationale Ausrichtung
Neben einem erfolgreichen Jahr 2011 in der Exportentwicklung rechnet die Wirtschaftskammer auch heuer mit einem soliden Expansionstempo der Exporte.
Die konsequente Fokussierung auf Wachstumsmärkte und die Positionierung der Vorarlberger Unternehmen auf den Weltmärkten kann den Aufschwung auch weiterhin unterstützen. „Auch hier spielt die Innovation, die Differenzierung und Spezialisierung der Vorarlberger Betriebe in Nischenbereichen eine wichtige Rolle“, betonte Direktor Steurer.
Unternehmen sorgen für Aus- und Weiterbildung
Eine wichtige Säule der Wettbewerbsfähigkeit ist die Ausbildung, erklärte WKV-Direktor Helmut Steurer beim Pressefoyer. Die Unternehmen nehmen die Verantwortung zur Qualifizierung im eigenen Betrieb ernst. Es wird massiv in die duale Ausbildung investiert, als eine wichtige Maßnahme gegen den drohenden Fachkräftemangel. Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen, dass die Lehrlingsausbildung in den Vorarlberger Unternehmen langfristig gesehen wird und ihr Engagement in der Ausbildung von einer - zeitlich absehbaren - negativen wirtschaftlichen Entwicklung nicht beeinträchtigt wird.
Die Vorarlberger Unternehmen investieren neben der Ausbildung ihrer Mitarbeiter auch in die Weiterbildung. Wie stark die Unternehmen das Angebot des WIFI in Anspruch nehmen, zeigte sich gerade eben beim 100-Jahr-Jubiläum des WIFI Vorarlberg. Die Unternehmen schätzen das Angebot, das sich an der Wirtschaft orientiert und ständig dynamisch weiter entwickelt wird. So lassen sich auch die ausgezeichnete Jahresstatistik sowie der hohe Selbstfinanzierungsgrad von 90 Prozent erklären: „In lebenslanges Lernen investieren wir 60 bis 65 Prozent unserer gesamten Ausgaben. Wir versuchen unmittelbar auf Markttrends einzugehen und entsprechende Angebote zu entwickeln.“ Das WIFI trage dazu bereits seit 100 Jahren bei und die aktuellen Zahlen würden für die Attraktivität sprechen.
Zitate
„Wir können die internationalen Märkte nicht beeinflussen, aber wir können unsere eigene Wettbewerbsfähigkeit stärken. Das haben wir erfolgreich gemacht.“
Dr. Helmut Steurer, Direktor der Wirtschaftskammer Vorarlberg
„Wir sind imstande, gemeinsam mit den Sozialpartnern regionale Spielräume für Impulse zum Wohle der heimischen Unternehmen zu nützen.“
Markus Wallner, Landeshauptmann
„Der starke Produktionssektor ist ein Konjunkturmotor, der Wachstumsimpulse für die nachgelagerten Wirtschaftszweige bietet.“
Karlheinz Rüdisser, Landesstatthalter
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