von Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien
Wiens Wirtschaft kann stolz auf ihre Leistungen sein. Denn trotz schwieriger makroökonomischer Rahmenbedingungen – insbesondere ausgelöst durch die Eurokrise – bleiben die Wiener Unternehmen auf Erfolgskurs und erwarten auch für die kommenden Monate eine gute Entwicklung. Wie aus der jüngsten Konjunkturbefragung der Wirtschaftskammer hervorgeht, rechnet jedes dritte Wiener Unternehmen in den nächsten zwölf Monaten mit steigenden Umsätzen. Auch die Meinung über das allgemeine Wirtschaftsklima hat sich stark verbessert.
Wertvolle und wichtige Umfrageergebnisse für Wien
Diese neuesten Umfrageergebnisse sind in zweifacher Hinsicht wertvoll und wichtig für Wien. Denn einerseits stützen sich die Unternehmer mit ihrer Meinung auf die realen Wirtschaftsdaten ihres eigenen Unternehmens – etwa die Auftragslage, Investitionsplanung oder die erwartete Beschäftigungsentwicklung. Und andererseits decken sich die Aussagen der Unternehmen mit jenen der Wirtschaftsforscher, die Österreichs Wirtschaft für ausreichend robust und dynamisch halten, um einem nachhaltigen, stabilen Wachstumskurs den Weg zu bereiten.
Erfolg durch harte Arbeit
Hinter dem Erfolg der österreichischen und ganz besonders der Wiener Wirtschaft steckt nicht, das Los der richtigen geografischen Lage gezogen zu haben. Denn auch hierzulande ist man als Unternehmen nur mit harter Arbeit erfolgreich. Von Kostendisziplin, Auftragsmanagement, Innovationsdenken und laufender Prozessoptimierung gar nicht zu reden.
Dieselben Grundsätze gilt es auch innerhalb des staatlichen Gefüges noch stärker zu verankern. Denn die vielen Bemühungen, den mediterranen EU-Mitgliedstaaten unter die Arme zu greifen, haben bedauerlicherweise den auch in Österreich gegebenen Reformbedarf aus der öffentlichen Diskussion vertrieben. Dabei hängen unser zukünftiger Erfolg als Volkswirtschaft und effektiv umgesetzte Strukturreformen eng zusammen. Die derzeit guten Aussichten für Österreich dürfen also nicht dazu führen, notwendige Reformen – etwa in der Verwaltung, in der Bildung oder im Gesundheitswesen – auf den Sankt-Nimmerleinstag zu verschieben.
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