Meilensteine im 6-Punkte-Programm der WK Bildungsreform

23.08.2012

Argumente der Wirtschaftskammer setzen sich durch: Landeshauptmann Platter sagt "Ja" zur Gesamtschule

   

Mit dem „Ja“ von LH Günther Platter zur Gesamtschule kommt Bewegung und frischer Wind in die Reformdiskussion um das Bildungswesen. „Ich bedanke mich beim Landeshauptmann für seinen Vorstoß“, sagt WK-Vizepräsident Martin Felder, „unsere Argumente scheinen bei ihm auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein.“

Wirtschaft braucht Reform

Im Mai hatte Felder gemeinsam mit WK-Präsident Jürgen Bodenseer das 6-Punkte-Programm der Wirtschaftskammer Tirol, „Bildung braucht Reform“, der Öffentlichkeit vorgestellt. Zentraler Punkt des Reformprogramms war und ist die Gesamtschule. „Es muss uns künftig besser gelingen, die Talente unserer Kinder zu entdecken und gezielt zu fördern. Und wir wissen, dass dies am besten in einer gemeinschaftlichen und leistungsfördernden Gesamtschule gelingt“.

Neue Anforderungen - neue Herausforderungen

Vizepräsident Felder hofft, dass der Vorstoß Platters die Verhandlungen beschleunigt. „Die Anforderungen an Unternehmen und Mitarbeiter haben sich in den vergangenen Jahren massiv verändert“, weiß Felder, „das österreichische Bildungssystem hat sich aber nicht der Zeit angepasst“. Die Gesamtschule ist aber nur ein Punkt im Reformprogramm der Wirtschaftskammer. Die Wirtschaft fordert darüber hinaus ein verpflichtendes Kindergartenjahr für alle zur Sicherung der Sprachkompetenz, eine 9. Schulstufe und „Mittlere Reife“ für alle, eine neue duale mittlere und höhere Berufsausbildung und eine neue Hochschule, an der Meister und Studenten gleichberechtigt studieren können.

Berufsorientierung als Pflichtgegenstand

Ganz zentraler Bestandteil des WK-Programms ist die Forderung nach dem Ausbau der Berufsorientierung als Pflichtgegenstand. „In diesem Bereich laufen bereits Verhandlungen auf breiter Basis“, so Felder, „mit einem Ergebnis ist schon im Herbst zu rechnen“.
 
Für Wirtschaft und Gesellschaft ist es deshalb höchst an der Zeit, dass die Weichen für ein modernes Bildungssystem gestellt werden. „Es muss unserer Gesellschaft ein Anliegen sein, dass allen Jugendlichen die optimalen Rahmenbedingungen geboten werden, um den neuen Herausforderungen gerecht zu werden“, hält Vizepräsident Felder fest, „denn letztlich wird es vom Bildungssystem abhängen, wie sich die Tiroler Wirtschaft künftig international behauptet“.
 
Rückfragen:
Wirtschaftskammer Tirol
Bildungsabteilung
Dr. Hannes Huber
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