Wachstumspreis geht zum vierten Mal nach Oberösterreich

29.08.2012
Mag. Rupert Haberson / Mag. Ulrike Sangeorzan-Sporer

Beachtliches Wirtschaftswachstum und Top-Performance bei Export,- Beschäftigungs- und Lehrlingszahlen

   

Seine Spitzenposition verteidigt hat Oberösterreich bei der diesjährigen Vergabe des Wachstumspreises. Und das durchaus eindrucksvoll, geht der der Preis doch zum vierten Mal nach Oberösterreich – nach 2007, 2010 und 2011 – bei insgesamt acht Vergaben. WKÖ-Präsident Christoph Leitl betonte daher in seiner Laudatio anlässlich der Preisverleihung im Rahmen der Landwirtschaftsmesse Wels, dass Oberösterreich über die besten Export-, die besten Beschäftigungs- und über die besten Lehrlings- und Ausbildungsdaten verfüge. Darauf könne man „stolz“ sein, gratulierte der WKÖ-Präsident Landeshauptmann Josef Pühringer und Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl. Gleichzeitig dürfe man nicht auf dringend notwendige Reformen etwa im Pensions,- Verwaltungs- und Gesundheitsbereich vergessen. Oberösterreich habe hier seine Aufgaben bereits mehrfach erledigt und sei damit auf gutem Weg seine Sparpotentiale in den kommenden Jahren zu heben.

Oberösterreich verzeichnete dabei im Jahr 2011, wie schon im Jahr davor, mit einem Wirtschaftswachstum von 4,5 Prozent die höchsten Wertschöpfungszuwächse im Bundesländervergleich - österreichweit lag der Wert im vergangenen Jahr bei 3,4 Prozent. Oberösterreich beschleunigte damit die Erholung aus der Krise 2008/09 nochmals. Auf den Plätzten zwei und drei folgten die Bundesländer Steiermark und Vorarlberg mit Wachstumsraten von 4,4 und 4,0 Prozent. Punkten konnte Oberösterreich außerdem mit der niedrigsten Arbeitslosenquote im Österreichvergleich, nämlich 4,2 Prozent, und mit 21,4 Prozent der höchsten Anzahl an Lehrlingen.

Insgesamt, so Leitl, sei das Jahr 2011 sowohl für die Gesamtwirtschaft im Allgemeinen als auch für Oberösterreich im Speziellen von stark unterschiedlichen Entwicklungen geprägt gewesen: Während im 1. Halbjahr 2011 massive Exportimpulse und das Anspringen der Nachfrage nach Investitionsgütern ein kräftiges Wachstum des realen BIP ermöglichten, wirkte die Eintrübung der internationalen Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte 2011 auch in Österreich bzw. Oberösterreich stark dämpfend.  (US)
 

Bildergalerie

Vergabe des Wachstumspreises 2012