Leitl: „KMU sind Beschäftigungsmotor der heimischen Wirtschaft“

30.08.2012
Mag. Rupert Haberson / Mag. Petra Medek

Aktuelle Studie belegt: Kleine und mittlere Betriebe tragen Beschäftigungswachstum in Österreich – WKÖ: Jetzt mit Investitionszuwachsprämie Neu unterstützen

   

Eine aktuelle Studie der KMU Forschung Austria belegt: Die Klein- und Mittelbetriebe sind Österreichs Beschäftigungsmotor. Demnach stieg die Zahl der Arbeitsplätze in KMU von Juli 2008 bis Juli 2012 um 45.660, während die Großbetriebe im Vergleich 5.140 Jobs schufen. Wie die KMU Forschung errechnet hat, haben die kleinen und mittleren Unternehmen die Krise erstaunlich rasch überwunden und die Arbeitsplatzverluste der Jahre 2008/2009 erstaunlich rasch wett machen können. Schon im Juli 2011 wurde der Beschäftigtenstand vom Juli 2008 wieder um 10.761 überschritten und bis Juli 2012 wurden weitere 34.899 Arbeitsplätze geschaffen. Insgesamt werden zwei von drei Jobs in Österreich von KMU geschaffen.

Wiedereinführung einer Investitionszuwachsprämie

WKÖ-Präsident Christoph Leitl: „Ich gratuliere den kleinen und mittleren Betrieben Österreichs zu dieser Leistung. Diese Zahlen zeigen ein weiteres Mal, dass kleine und mittlere Unternehmen nicht nur das Herzstück unserer Wirtschaft sind, sondern unterstreichen auch ihre Dynamik und Krisenresistenz.“ Umso notwendiger sei es gerade jetzt, diese wichtige Stütze der heimischen Wirtschaft zu entlasten und zu fördern. Leitl: „Was wir jetzt brauchen, sind keine teuren Konjunkturprogramme, dafür aber umso mehr kluge Investitionsprogramme. Die Wirtschaftskammer  setzt sich daher für die Wiedereinführung einer Investitionszuwachsprämie ein, denn derzeit sind die Investitionen auf einem sehr niedrigen Niveau.“

Investitionszuwachs von rund 4 Prozent

Die Investitionszuwachsprämie Neu (IZP) sollte auf Investitionen in Maschinen und immaterielle Güter fokussiert sein. Eine zehnprozentige Prämie (bei einer Prämienhöchstgrenze von 100.000 Euro) würde Kosten von ca. 80 Millionen Euro bedeuten. Leitl rechnet dabei mit einem Investitionszuwachs von rund 4 Prozent, das wäre ein Volumen von 800 Millionen Euro. Dem steht ein Beschäftigungseffekt von 7.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen ein Plus bei der Wertschöpfung gegenüber. Hauptvorteil der IZP Neu ist, dass damit auch für Unternehmen in einer Verlustsituation Anreize gesetzt werden.

Auch bei der thermischen Sanierung könne man nachziehen, so der WKÖ-Präsident: „Hier sollte man die Mittel von 100 auf 300 Millionen Euro aufstocken. Dafür wäre keine budgetäre Zusatzbelastung notwendig, wenn wir die dafür erforderlichen Mittel aus der Wohnbauförderung entnehmen, die man wieder zweckgebunden einsetzen sollte“. (PM)








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