WK-Chef für „gezielte Wachstumsimpulse“ durch Regierung und Sozialpartner – Investitionszuwachsprämie Neu und Ausbau der thermischen Sanierung bringen Jobs
Laut einer Analyse des WIFO hat das Wirtschaftswachstum in Österreich im 2. Quartal 2012 stark nachgelassen. Die Krise im Euro-Raum ist in Österreich immer kräftiger spürbar. Der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl, verlangt nun, dass politisch alles getan wird, um das Abgleiten Österreichs in eine Rezession zu verhindern: „Jetzt ist der Kampf ums Wachstum angesagt. Es hängt von uns selbst ab, ob unsere Wirtschaft wächst und nicht schrumpft. Schließlich geht es um die Sicherung des Wohlstands und den Erhalt von Arbeitsplätzen. Ein Prozent Wachstum bringt 25.000 Jobs.“
Leitl erwartet nun von der Bundesregierung „kluge Wachstumsimpulse“: „Regierung und Sozialpartner sollen sich zusammensetzen und kluge Maßnahmen überlegen, damit die düsteren Prognosen nicht Wirklichkeit werden. Wer jetzt nicht um Wachstum kämpft, findet sich mit einer steigenden Arbeitslosigkeit ab. Das kann niemand wollen.“
Wachstum um Budgetfahrplan einhalten zu können
Der Wirtschaftskammer-Präsident weist auch darauf hin, dass eine Rezession die nötige Budgetsanierung gefährden würde: „Wir brauchen auch Wachstum, um den Budgetfahrplan und den Konsolidierungskurs einhalten zu können. Daher muss unser Ziel sein: Auch wenn es in der EU eine Rezession gibt, muss Österreich auf Wachstumskurs bleiben.“
Leitl spricht sich etwa für die rasche Einführung einer Investitionszuwachsprämie aus. Eine zehnprozentige Prämie bei einer Prämienhöchstgrenze von 100.000 Euro würde bei Kosten von ca. 80 Millionen Euro rund 7000 zusätzliche Arbeitsplätze bedeuten. Weiters soll die thermische Sanierung ausgebaut werden, was etwa durch eine Zweckbindung der Wohnbauförderung realisiert werden könnte. Um vor allem KMU den Zugang zu günstigen Finanzierungen zu erleichtern, sollte es eine zwischen der EU und der nationalen Ebene akkordierte Garantieaktion geben. (RH)
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