40 Jahre Gratis-Schulbuchaktion: Wirtschaftswissen-Skripten zum Unternehmerführerschein sollen in ganz Österreich flächendeckend zum Einsatz kommen
In Österreich feiert eine Serviceleistung für mehr und besseres Wissen für mehr Menschen einen runden Geburtstag: 1972, also vor 40 Jahren, wurde hierzulande die Gratis-Schulbuchaktion gestartet. Das war Anlass für eine Jubiläumsveranstaltung des Fachverbandes der Buch und Medienwirtschaft der WKÖ mit Obmann Michael Kernstock an der Spitze im Haus der österreichischen Wirtschaft in Wien.
Insgesamt wurden in diesen 40 Jahren rund 400 Millionen Schulbücher an 50 Millionen Schüler in 6.000 Schulen ganz Österreich ausgegeben. Heuer, also im Schuljahr 2012/’13, werden im Rahmen der Aktion rund 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler österreichweit mit etwa 8,2 Millionen Schulbüchern versorgt. Jedes fünfte in Österreich verlegte Buch ist ein Schulbuch.
Neben dem bildungs- sowie dem familienpolitischen hat die Aktion auch einen wichtigen wirtschaftlichen Aspekt: Die Schulbuchaktion sichert in ihrer gesamten Wertschöpfungskette (Verleger, Autoren, Lektoren, Illustratoren und Grafiker, Drucker und Buchhändel) ca. 7.000 Beschäftigten ein Einkommen.
„Österreich erwirtschaftet mittlerweile zwei Drittel seines Wohlstandes mit dem Export, also im Ausland“, unterstrich Leitl. Daher kommt der Beherrschung fremder Sprachen, aber auch dem Wissen über kulturelle Gepflogenheiten und Besonderheiten in einer großen Welt, eine wachsende Bedeutung zu.
Moderne Inhalte und Didaktik
Und so wie Lehr- und Lerninhalte einem ständigen Wandel unterliegen, so tun das auch die Lern- und Lernbehelfe, darunter auch die Schulbücher. Ein wichtiger Faktor ist in diesem Zusammenhang die Approbation aller Schulbücher, und zur Weiterentwicklung auf Basis technischer Innovationen gehört die Verknüpfung der Print-Schulbücher mit Inhalten im Internet. Leitl: „Mit all den Weiterentwicklungen in den vergangenen Jahren ist bei Österreichs Schulbüchern gewährleistet, dass sie bei Inhalt und Didaktik allen modernen Anforderungen entsprechen. Österreichs Schulbücher sind einfach Spitze.“
Österreich dürfe sich nicht damit abfinden, im PISA-Ranking keinen besonders guten Platz einzunehmen, fordert Leitl. Umso vorbildlicher sei die duale Lehrlingsausbildung, für das System wird Österreich aktuell auch von der OECD großes Lob gezollt. Frankreich will sich bei der geplanten Etablierung einer dualen Ausbildung gar an unserem Land ein Vorbild nehmen.
„Wohl noch nie gab es so viele Herausforderungen wie heute, die aber zugleich auch eine Vielzahl an Chancen bieten“, hob der WKÖ-Präsident hervor. „Daher muss das Entdecken und Fördern von Begabungen und Talente jedes und jeder Einzelnen Hauptziele von Aus- und Weiterbildung sein.“
Lernen muss Freude machen
„Lernen – und dazu gehört auch Lernen in der Schule – muss Freude machen“, so Leitl. Zum Lernen gehört aber auch, dass man den Schülerinnen Leistungen abverlangt, um sie durch Fordern zu fördern, unterstrich der WKÖ-Präsident. Wirtschaft sei nicht alles im Leben und auf der Welt, „aber das Wissen über wirtschaftliche Kreisläufe ist ein wichtiger Knotenpunkt in einer immer größeren, immer mehr und besser vernetzten Welt.“
Ein Beitrag zu mehr und besserem Wirtschaftswissen für die Schülerinnen und Schüler in ganz Österreich sind die Wirtschaftswissen-Lernunterlagen zum Unternehmerführerschein. Diese sind zwar Bestandteil der Gratis-Schulbuchaktion. Die kostenlose Anschaffung und der Einsatz im Unterricht sollten aber seitens der Schulverwaltung und der verantwortlichen Lehrer mehr forciert werden: „Der Einsatz dieser Lehr- und Lernmaterialien sollte flächendeckend erfolgen“, so der Wirtschaftskammer-Chef. (JR)
Rückfragen:
Fachverband Buch- und Medienwirtschaft
Mag. Karl Herzberger
Telefon: +43 (0)5 90 900 3331
E-Mail: buchwirtschaft@wko.at
Informationen zum Thema
Ihre Meinung ist gefragt
Geben Sie hier Ihre Bewertung ab.
Möchten Sie den Artikel kommentieren,
melden Sie sich bitte an
.
Ihre Bewertung:
