JW-Roth bei Bundestagung: Alternative Finanzierungsquellen erschließen

17.09.2012
Mag. Roman Riedl / Elisabeth Salzer

Junge Wirtschaft fordert Maßnahmen zur Verbesserung der Finanzierungssituation junger Unternehmer – Weg frei machen für 10.000 Euro-GmbH

   

Am 14. und 15. September fand in der steirischen Landeshauptstadt die 19. Bundestagung der Jungen Wirtschaft unter dem Motto „Gemma 2012! Raus aus dem eigenen Saft“ statt. Über 900 Jungunternehmer machten Graz an diesen beiden Tagen zur Wirtschaftshauptstadt Österreichs. JW-Bundesvorsitzender Markus Roth nahm diese Gelegenheit zum Anlass, um besonders auf die Anliegen der jungen Selbstständigen aufmerksam zu machen. „Die heimischen Jungunternehmer zeichnen sich durch Dynamik und Innovation aus. Sie sind es, die dafür sorgen, dass in Zukunft Arbeitsplätze geschaffen und Wohlstand gesichert wird. Entscheidend ist dafür die Frage der gesicherten Finanzierung junger Unternehmen, und des so ermöglichten Wachstums“, erklärt Roth.

Finanzierung-Frage als Dämpfer

Obwohl die jungen Unternehmer heute wieder optimistischer sind, als zu Beginn des Jahres, sorgt vor allem das Thema Finanzierung für gedämpfte Stimmung. „Die Finanzierung ist essentiell, damit neue Ideen überhaupt das Licht der Geschäftswelt erblicken können. Wenn es dort Probleme gibt, spüren das die jungen Selbstständigen und die momentanen Bedingungen sind wahrlich verbesserungswürdig“, so Roth. Die unsichere wirtschaftliche Lage und strengere Eigenkapitalvorschriften durch Basel III lassen Banken gegenüber Unternehmen vorsichtiger werden. Da Banken nach wie vor die wichtigste Quelle für den Bezug von Fremdkapital für (junge) Unternehmer sind, stellt diese Situation eine besondere Schwierigkeit für junge Geschäftsideen dar.

Junge Unternehmer brauchen alternative Finanzierungsquellen

„Alternative Finanzierungsquellen könnten den heimischen Jungunternehmern helfen, diese angespannte Finanzierungslage besser zu meistern. Business Angels, Venture Capital oder Crowd Funding sind in anderen Ländern bereits stark etabliert und haben dort positive Effekte“, betont der JW-Bundesvorsitzende. „Wir brauchen daher dringend Alternativen zu den institutionellen Kapitalgebern ganz nach unserem Motto ‚Raus aus dem eigenen Saft‘. Die Politik ist gefordert, Maßnahmen zu setzen, um private Investoren in Österreich zu halten bzw. Anreize zu schaffen um zusätzliche alternative Kapitalgeber zu holen“, fordert Roth. Die JW begrüßt die Entscheidung der Bundesregierung zur Einrichtung eines Gründerfonds sowie eines Business Angels Fund. Beide sind langjährige Forderungen der JW. Trotzdem bleiben noch viele Dinge zu tun, um das vorhandene Potential stärker zu nutzen.

JW fordert Änderung bei Prospektpflicht und 10.000 Euro GmbH

„Mehr neue Unternehmen bedeuten  zusätzliche Innovation, neue Arbeitsplätze, mehr Wettbewerb, mehr Wirtschaftsleistung und in der Folge höheren Wohlstand. Dazu brauchen wir ganz klar verbesserte Rahmenbedingungen im Bereich der Finanzierung“, unterstreicht Markus Roth. Konkret heißt das: Die Erhöhung des Grenzbetrages für die Prospektpflicht auf 300.000 Euro, die Einführung der 10.000 Euro-GmbH, den Ausbau von bestehenden Besicherungsmaßnahmen sowie die Einführung eines 50.000 Euro Beteiligungs-Freibetrags. „Wir appellieren an die Zukunftsverhinderer endlich den Weg für die 10.000 Euro-GmbH freizumachen“, fordert Roth abschließend.




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