„Vereinfachen, Verbessern und Kosten sparen. Das bringt Wachstum und Wohlstand.“
„Das Unternehmensserviceportal (USP) stellt eine Win-Win-Situation für Wirtschaft, Unternehmen und die öffentliche Verwaltung dar“, präsentierten Finanzministerin Dr. Maria Fekter, Finanzstaatssekretär Mag. Andreas Schieder und Wirtschaftskammerpräsident Dr. Christoph Leitl das ressortübergreifende Projekt im Rahmen einer Pressekonferenz im Bundesministerium für Finanzen.
Derzeit haben Unternehmen eine Vielzahl an Melde- und Informationspflichten zu erledigen. Alleine in den Bundesgesetzen gibt es rund 5.700 Informationsverpflichtungen, die österreichische Unternehmen erfüllen müssen. Hochgerechnet auf alle Unternehmen ergibt das eine Belastung von rund 4,3 Milliarden Euro pro Jahr. „Das ist eindeutig zu viel. Mein Ziel ist Bürokratie auf ein Mindestmaß zu stutzen und die Verwaltung in unserem Land zu vereinfachen. Mit dem Unternehmensserviceportal sind wir einen großen Schritt in diese Richtung gegangen“, erklärte Finanzministerin Fekter.
Schnellere Verfahrensabläufe und einfacheren Zugang zur Information
Das Unternehmensserviceportal steht für eine moderne Verwaltung – einfach, sicher und jederzeit erreichbar. Als zentraler One-Stop-Shop bietet das Portal allen österreichischen Unternehmen einen einzigen Zugang zur öffentlichen Verwaltung und dadurch schnellere Verfahrensabläufe sowie einen besseren und einfacheren Zugang zur Information. „Rund um die Uhr können Unternehmen so mit einem Klick alle relevanten Informationen suchen und finden, ohne lange im Internet recherchieren zu müssen. Das spart Zeit und Geld“, betonte Finanzstaatssekretär Schieder die Vorteile des Unternehmensserviceportals.
WKÖ-Präsident Leitl lobte die mit dem Unternehmensserviceportal zu erzielenden Entlastungen für die österreichischen Unternehmen. „In der Wirtschaft geht es uns um Vereinfachungen. Mit dem USP bewegt sich hier Entscheidendes zum Besseren.“ Als nächster großer Schritt für Unternehmen stehe die Umstellung auf die strukturierte elektronische Rechnung, kurz „E-Rechnung“ an, die von Lieferanten des Bundes ebenfalls über das USP abgewickelt werden soll: „Dadurch winken den Betrieben Einsparungen von rund 14 Millionen Euro jährlich.“
Pauschalierung der Lohnnebenkosten
Zudem plädierte Leitl in Verknüpfung mit dem USP für die Pauschalierung der Lohnnebenkosten: Demnach könnte der pauschalierte Lohnnebenkostenbetrag über das USP abgerechnet und gleich an den jeweiligen Empfänger, etwa die Sozialversicherung, weitergeleitet werden, was ebenfalls eine enorme Entlastung für die Betriebe wäre.
Das USP stärkt aber nicht nur den Wirtschaftsstandort massiv, sondern sichert darüber hinaus Österreichs Spitzenstellung im elektronischen Bereich. „Unsere Verwaltung ist im E-Goverment vorbildlich. Mit dem USP können wir unsere Vorreiterrolle weiter ausbauen“, zeigte sich Fekter erfreut.
„Mit dem USP haben wir einen Meilenstein für eine moderne, effiziente und serviceorientierte Verwaltung gesetzt. Diesen Weg müssen wir gemeinsam konsequent weitergehen. Ganz nach dem Motto: Verwaltung von der schnellsten Seite“, sind sich Fekter, Schieder und Leitl einig.
Rückfragen:
Wirtschaftskammer Österreich
Stabsabteilung Presse
Mag. Sabine Radl
Tel.: +43 (0)5 90 900 3590
E-Mail: Sabine.Radl@wko.at
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