„Ich setze auf alternative Finanzierungsformen”

28.09.2012
Presse und Medienmanagement

Wien punktet als Gründerhauptstadt. Trotzdem sind gerade jetzt konjunkturstützende Maßnahmen für Jungunternehmer dringend notwendig

   

Laut einer aktuellen Studie des market Instituts über die Zukunftserwartungen von Jugendlichen zwischen 15 und 25 Jahren gibt es immer weniger Jugendliche, die sich den Schritt in die Selbstständigkeit vorstellen können. Begründet wird dies vor allem mit dem hohen Risiko, das Unternehmertum mit sich bringt. „Immerhin 46 Prozent der Jugendlichen sind laut einer aktuellen Jugend-Studie des market- Instituts noch ,am Unternehmertum interessiert’ - hier gilt es anzusetzen”, erklärt Junge Wirtschaft Wien-Vorsitzender Martin Puaschitz. Denn Jungunternehmer sind die Zukunft der heimischen Wirtschaft und sichern Arbeitsplätze, betont Puaschitz. Die soziale Absicherung muss, obwohl die Darüber hinaus muss die bereits seit langem angekündigte GmbH Light (Senkung des Mindeststammkapitals von 35.000 auf 10.000 Euro und eines 50.000 Euro-Beteiligungsfreibetrages) endlich umgesetzt werdenWirtschaftskammer in den vergangenen Jahren bereits viel erreicht hat, noch weiter ausgebaut werden. Wichtig sei zum Beispiel die Umsetzung eines Krankengelds für Unternehmer.

Jungunternehmer-Fonds bereits umgesetzt

Eine langjährige Forderung der Jungen Wirtschaft wurde seitens der Regierung mit dem Jungunternehmer-Fonds bereits umgesetzt. Darüber hinaus müssen weitere alternative Finanzierungsformen zum Einsatz kommen. „Für viele Jungunternehmer ist es schwierig, einen Kredit zu bekommen. Basel III verbessert die Situation auch nicht gerade”, gibt Puaschitz zu bedenken. Eine denkbare Finanzierungsform sei das in den USA bereits weit verbreitete „CrowdFunding”, bei dem kleinere Beträge von einer großen Gruppe an Investoren eingezahlt werden. „Eine Erhöhung des Grenzbetrages bei der Prospektpflicht von derzeit 100.000 auf 300.000 Euro ist hier eine sinnvolle Maßnahme”, ist Puaschitz überzeugt. Darüber hinaus muss die bereits seit langem angekündigte GmbH Light (Senkung des Mindeststammkapitals von 35.000 auf 10.000 Euro und eines 50.000 Euro-Beteiligungsfreibetrages) endlich umgesetzt werden. „So kann das Eigenkapital der Klein- und Kleinstbetriebe als konjunkturstützende Maßnahme gestärkt werden.”