Wirtschaft baut Energiemanagementkompetenz aus

28.09.2012
Dr. Stephan Schwarzer / Mag. Bernhard Salzer

40 neue diplomierte „europäische Energiemanager“ – Projekte aller 382 österreichischen Europäischen Energiemanager senken CO2-Emissionen um 300.000 Tonnen und 806.000 Megawattstunden pro Jahr

   

Die Wirtschaft rüstet sich für die neuen Herausforderungen, die durch die Energieeffizienzrichtlinie der Europäischen Union und das Energieeffizienzgesetz auf sie zukommen.  „Die Antwort der Wirtschaft kann nur sein, in allen größeren Betrieben ein modernes Energiemanagement einzuführen. Wer sich auskennt, wird aus dem Energiesparen Gewinn ziehen. Wer zuwartet, wird unnötig hohe Kosten auf sich nehmen müssen“, sagte Stephan Schwarzer, Leiter der umwelt- und energiepolitischen Abteilung der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) anlässlich des erfolgreiches Abschlusses zweier weiterer Energiemanagerkurse nach europäischem Standard (EUREM) in Graz und in Wien.

Die vierzig frischgebackenen Energiemanager, die das begehrte EUREM-Diplom empfingen, erzielen mit ihren Projekten Energieeinsparungen im Ausmaß von 20.100 Megawattstunden pro Jahr. Die CO2-Emissionen verringern sich jährlich um 6.400 Tonnen. Die Amortisationsdauern sind so günstig, dass voraussichtlich 75% der im Lehrgang ausgearbeiteten Projekte innerhalb einiger Monate realisiert werden. Immer wieder sind ergiebige industrielle Projekte dabei, die sich innerhalb einer Zeitspanne von ein bis zwei Jahren rechnen. Die Einsparerfolge aller EUREM-Projekte von 2004 bis heute summieren sich nunmehr bereits auf 806.000 Megawattstunden und 302.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Insgesamt gibt es nunmehr in Österreich 382 „Europäische Energiemanager“.

„Die Wirtschaftlichkeit ist der Motor des Energiesparens – die Absolventen sind ausreichend qualifiziert, um jenes Maßnahmenbündel zusammenzustellen, das die besten Kosten-Nutzen-Relationen gewährleistet“, lobte Schwarzer die Qualität der Projektarbeiten. Ein starker Trend geht derzeit in Richtung Austausch konventioneller Beleuchtungen durch LED-Systeme, die sich vor allem beim Dauereinsatz schon heute ausreichend schnell amortisieren (< 5 Jahre). Klassiker sind nach wie vor die Optimierung der Druckluftsysteme und die Nutzung von Abwärme, die in Produktionsprozessen oder in Kühlsystemen anfällt.

„Beim Energiesparen und bei den CO2-Emissionsreduktionen gibt es keinen wirtschaftlicheren Weg als die Verstärkung der betrieblichen Energiemanagementkompetenz. Diese Erfahrung haben die zwei jüngsten Lehrgänge wieder bestätigt“, so Schwarzer abschließend. Wer jetzt noch vor dem geplanten Inkrafttreten des Energieeffizienzgesetzes einsteigen möchte, hat dazu Gelegenheit: Die nächsten Lehrgänge laufen heuer im Oktober sowie nächstes Jahr im Jänner und im April an drei verschiedenen Standorten an. (BS)







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