Steuerbürokratie ist inakzeptabel
![]() WKOÖ-Präsident Rudolf Trauner im Gespräch mit Selbstständigen |
Bei der Steuerbelastung liegt Österreich im europäischen Spitzenfeld. Schuldenkrise und trübe Konjunkturaussichten lassen kaum Spielraum für Entlastungen, erklärt die Politik. Groß ist der Spielraum allerdings beim Abbau der Steuerbürokratie, betont WKOÖ-Präsident Rudolf Trauner.
„Dass wir bei der Steuerbelastung im Spitzenfeld liegen, ist eine schwere Hypothek für unser Land. Dass wir auch bei der Steuerbürokratie eine Top-Position haben, ist aber inakzeptabel“, betont Rudolf Trauner im Gespräch mit Selbstständigen in Linz. Diese Doppelbelastung ärgert den Präsidenten der WKO Oberösterreich umso mehr, als ein Bürokratieabbau aufkommensneutral wäre – also den Staat nichts kosten würde. Als Beispiele nennt Trauner die Verkürzung der Steuererklärung für Kleinbetriebe auf eine einzige Seite, die generelle Vereinfachung aller Steuerformulare, die Schaffung einer Lohnnebenkostenpauschale oder einen Ausgleich der kalten Steuerprogression, bei der das Finanzamt den Inflationsausgleich einkassiert. „Unsere Steuerbürokratie ist ein Bremsklotz für die Wirtschaft und ein echter Sanierungsfall“, erklärt Trauner. Deshalb fordert er endlich ein klares Bekenntnis zur Modernisierung des antiquierten Systems. So wäre für die Betriebe etwa die Zulassung elektronischer Rechnungen eine enorme Entlastung. „Deshalb brauchen wir endlich die Gleichstellung von pdf-Rechnungen mit Papierrechnungen nach deutschem Vorbild“, sagt Trauner. „Wir müssen alles unternehmen, damit die Steuerbürokratie nicht die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe bremst.“


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