Trotz gesunkener Umsätze im ersten Halbjahr sind die Aussichten überwiegend optimistisch

   

Das Wiener Gewerbe und Handwerk hatte im ersten Halbjahr einen wertmäßigen Rückgang der Umsätze von durchschnittlich 1,3 Prozent zu beklagen, zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage der KMU Forschung Austria. Der Sektor hat sich damit in Wien schlechter entwickelt als im Österreich-Durchschnitt und hinkt auch den anderen Wirtschaftssektoren Angesichts dieser Zahlen sind nachfrageseitige Wirtschaftsimpulse und kostenseitige Entlastung für das Gewerbe und Handwerk mehr als nötighinterher. Der durchschnittliche Auftragsbestand in den investitionsgüternahen Branchen ist im dritten Quartal um 5,8 Prozent gegenüber 2011 gesunken. Im konsumnahen Bereich meldete dagegen ein Fünftel der Betriebe Umsatzsteigerungen, gut zwei Drittel gleichbleibende Umsätze - mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs.

Wirtschaftsimpulse nötig

Die Stimmung im Wiener Gewerbe und Handwerk ist aktuell weniger pessimistisch als noch im Herbst 2011. Schon im dritten Quartal dieses Jahres beurteilen nur 13 Prozent der Betriebe die Geschäftslage generell mit schlecht - im Vergleichsquartal des Vorjahres war es ein Viertel aller Betriebe. Für das vierte Quartal liegt die Anzahl der Betriebe, die steigende Umsätze erwarten, um sieben Prozentpunkte über der Zahl jener, die mit sinkenden Umsätzen rechnen. Der Personalstand im Gewerbe und Handwerk soll laut Umfrage bis Ende des Jahres geringfügig um 1,3 Prozent steigen. „Angesichts dieser Zahlen sind nachfrageseitige Wirtschaftsimpulse und kostenseitige Entlastung für das Gewerbe und Handwerk mehr als nötig”, sagt Walter Ruck, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk. Er fordert deshalb eine Verlängerung der Schwellenwerte- Verordnung und die Übernahme ins Dauerrecht.