Duales Ausbildungssystem ist Garant für niedrige Jugendarbeitslosigkeit – Attraktivierung der Lehre wichtig um Fachkräftemangel zu bekämpfen
„Am heutigen Tag der Lehre ist es vor allem angebracht, auf den großen Stellenwert und die Leistungen der österreichischen Lehrlingsausbildung hinzuweisen. Zu welchen Leistungen Absolventen einer Lehre fähig sein können, wurde bei den gerade zu Ende gegangenen Berufseuropameisterschaften EuroSkills 2012 eindrucksvoll bestätigt“, betont Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl. Das Team Austria wurde mit insgesamt 22 Medaillen (14 Mal Gold, 6 Mal Silber und 2 Mal Bronze) eindrucksvoll Europameister und verwies Deutschland und die Niederlande mit jeweils nur sechs Goldenen auf die Plätze.
Österreich: zweitniedrigste Jugendarbeitslosigkeit europaweit
Leitl: „Es ist auch in erster Linie der Lehrlingsausbildung zu verdanken, dass Österreich die zweitniedrigste Jugendarbeitslosigkeit in der EU verzeichnet. Zwischen niedriger Jugendarbeitslosigkeit und gut ausgebautem dualen Berufsbildungssystem gibt es in Europa einen eindeutigen Zusammenhang. Denn an der Spitze stehen exakt jene Staaten, die über eine nennenswerte duale Berufsbildung verfügen.“ Niederlande mit 7,6%, Österreich mit 8,3%, Deutschland mit 8,6% und Dänemark, welches mit 14,2% Jugendarbeitslosigkeit an 5. Stelle liegt. Dazu passt auch die Schweiz mit 8,3% Jugendarbeitslosigkeit. Für Jugendliche, die ihre Ausbildung in Schulen, Hochschulen oder ähnlichen Einrichtungen erhalten, stellt der erste Eintritt in den Arbeitsmarkt immer eine besondere Hürde dar, weil in der Regel Bewerbern mit Berufserfahrung der Vorzug gegeben wird. Leitl: „Absolventen einer Lehre haben genau diesen Vorteil, sie verfügen über wertvolle Berufserfahrung, die sie bereits während ihrer Ausbildung erworben haben.“
Verbesserungbedarf bei Rahmenbedingungen für Lehrlingsausbildung
Verbessert müssen aber vor allem die Rahmenbedingungen für die Lehrlingsausbildung werden. „Wichtig ist, dass Lehranfänger im Rahmen der Schulpflicht die nötigen Qualifikationen erworben haben und ausreichende Berufsorientierung und Bildungsberatung durchlaufen haben. Entsprechende Vorschläge zur Attraktivierung der Lehre haben wir auf den Tisch gelegt, jetzt ist die Politik am Zug, damit der schon bestehende Fachkräftemangel in Österreich mittelfristig behoben wird“, so Leitl abschließend. (BS)
Rückfragen:
Abteilung für Bildungspolitik
Dr. Michael Landertshammer
Tel.: (+43) 0590 900-3573
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